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UnionBerlin

Toni Leistner : Union soll ein Millionangebot aus England vorliegen

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Verstecken für Anfänger: der wechselwillige Toni Leistner.

Foto:

Matthias Koch

Bad Kleinkirchheim -

Am Tag vor dem Abschlusstest gegen Birmingham City durfte Dennis Daube  zumindest mal wieder ein paar Schüsse aufs Tor abgeben. Bislang musste er im Trainingslager in den Übungen und dem Test gegen Wolfsberg meist in der Abwehr aushelfen. Der Trainer hatte dem Mittelfeldspieler versprochen, dass er gegen den englischen Zweitligisten am Dienstagabend (18 Uhr) endlich auf seiner eigentlichen Position spielen dürfe. Jedoch: Das war, bevor sich Toni Leistner am Freitag gegen Wolfsberg vorsichtshalber auswechseln ließ, weil der Oberschenkel zwickte. Seither hat der Innenverteidiger an keiner der physisch belastenden Mannschaftseinheiten teilgenommen. Und die Sorgen wachsen, dass hinter Leistners Muskelproblemen mehr steckt als nur Überbelastung.

Groß war der Jubel der Fans beim offiziellen Trainingsstart im Stadion An der Alten Försterei gewesen, als Leistner mit dem neuen Trikot am Körper einlief. Dass er davon träumt, in England Fußball zu spielen, weiß jeder, und wenn die Gerüchte ansatzweise stimmen, hat sein Berater das Telefon im Sommer kaum mal vom Ohr nehmen können vor lauter Anfragen von der Insel und aus der Bundesliga – Leistners Alternativtraum.

Mit Journalisten wollte Union bisheriger Abwehrchef  seitdem  nicht reden, auch jetzt im Trainingslager nicht. Weil er keine Treueschwüre aussprechen möchte, die er dann nicht halten wird, weil im Hintergrund Transfergespräche geführt werden? Schont er sich im Training, damit ihm keine Verletzung einen  Strich durch die Wechselrechnung macht?

Das alles ist Spekulation. Neu ist, dass Norwich City bereit sein soll, 3,5 Millionen Euro für den 26-Jährigen an Union zu überweisen. Das ist aus einer für gewöhnlich gut informierten Quelle in England zu hören. Norwich verpasste in der abgelaufenen den Wiederaufstieg in die Premiere League. Jetzt ist Klub bereit, entsprechend für die Rückkehr zu investieren.

Manager Schulte hat einen Nachfolger im Visier

3,5 Millionen Euro – das entspräche mehr als zweimal der Ablöse für Sebastian Polter und etwa elf Prozent der letztjährigen Gesamteinnahmen von Union. Können die Köpenicker so viel Geld ablehnen? Nach dieser Saison könnte Leistner ablösefrei wechseln. Dennoch muss Union der finanziellen Verlockung eigentlich widerstehen. Denn ein Abgang Leistners würde die ohnehin bestehende Lücke in der Abwehr immens vergrößern und die Aufstiegsambitionen bedrohen.

Derzeit hat Jens Keller nur zwei Innenverteidiger zur Verfügung. Obwohl Fabian Schönheim am Montag zur Abwechslung mal wieder mit der Mannschaft trainierte, eine Alternative für Marc Torrejón und Leistner ist der verletzungsanfällige Abwehrspieler nicht. Und die defensive Allzweckoption Michael Parensen wird einige Zeit brauchen, um sich von der fiebrigen Virusinfektion zu erholen. Selbst mit Leistner ist das keine Grundlage für eine Aufstiegssaison.

Manager Helmut Schulte nutzte daher die Zeit  in Österreich, um Wunschkandidat Benedikt Zech, 26, vom SCR Altach unter die Lupe zu nehmen. Der 1,86 m große Innenverteidiger möchte nach Deutschland, im Winter hatte der damalige Bundesligist  Ingolstadt Interesse bekundet. Altach gab Zech (Vertrag bis 2019) aber nicht frei, da dem Verein der Kampf um die Europa-League-Plätze wichtiger war.  Die Ablöse soll nun in einem Bereich  zwischen 350 000 und 450 000 Euro liegen. Dennis Daube wäre dem Manager jedenfalls sehr dankbar, wenn mindestens noch einen Innenverteidiger kommt.