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Union Berlin gegen Kaiserslautern: Wood sei Dank

Fühlt sich wie ein Sieger: Bobby Wood bejubelt seinen späten Ausgleich.

Fühlt sich wie ein Sieger: Bobby Wood bejubelt seinen späten Ausgleich.

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imago/Jan Huebner

Kaiserslautern -

Bis eine Viertelstunde vor dem Ende sah der 1. FC Union wie der Verlierer aus. Dass die Köpenicker am Ende doch jubelten, war wohl auf einen Lattenschuss zurückzuführen. Marcel Gaus hatte den Ball in der 48. Minute an die Unterkante der Torstange gehämmert. „Wäre der reingegangen, wäre das Spiel gegessen gewesen“, haderte der Linksaußen des 1. FC Kaiserslautern enttäuscht. Es wäre das 3:0 für die Pfälzer gewesen, am Ende aber hieß es 2:2 – und die Berliner feierten. Nach dem Kopfballtor von Fabian Schönheim (76.) und Bobby Woods tollen Dribbling mit Abschluss ins kurze Eck fast von der Außenlinie (86.) durfte sich Sascha Lewandowski über die „tolle Moral“ seiner Spieler freuen. Zuvor, das gab der Union-Trainer zu, sei vieles doch recht dünn gewesen.

Wäre den Berlinern nicht noch der Ausgleich gelungen, hätte Jakob Busk seinen ersten Pflichtspielabend für Union wohl nur in unangenehmer Erinnerung behalten. Der 22 Jahre junge Däne war erst im Januar vom FC Kopenhagen verpflichtet worden, Daniel Haas konnte Union-Trainer Sascha Lewandowski in der Vorrunde mit seinen Leistungen nicht zufriedenstellen. Vor allem die nicht immer souveräne Strafraumbeherrschung von Haas gefiel dem Fußballlehrer nicht. Busk hatte zum Start der letzten 15 Zweitligaspiele nach der Winterpause den Vorzug bekommen.

Mehr Souveränität bei Flanken in Unions Sechzehnmeterraum strahlte aber auch Busk nicht aus. Beim 0:1 (34.) zögerte er kurz beim Rauslaufen nach einer Hereingabe von Jean Zimmer, so dass der kleine Norweger Ruben Jensen am langen Pfosten das ungewohnte Vergnügen eines Kopfballtors feiern durfte (34.).

Skrzybski und Korte verletzt

Überhaupt hatte der Abend für Busk nicht gut begonnen. Nach einer Rückgabe von Fabian Schönheim hatte er den Ball in der neunten Minute nicht richtig getroffen und für Unruhe gesorgt. Neben Busk kam Felix Kroos als zweiter von drei Zugängen des Winters zum Startelfdebüt. Doch der ehemalige Bremer konnte im Mittelfeld kaum Akzente setzen.

Union wirkte nicht stabil genug, um den FCK in Verlegenheit zu bringen. Dabei agierten die Lauterer bis zum Führungstor einfallslos, doch die Berliner konnten aus den vielen Fehlern des Gegners im Aufbauspiel keinen Nutzen ziehen. Recht einfach verschlampten die Eisernen den gewonnen Ball wieder. Die erste richtige Chance hatte Stürmer Steven Skrzybski erst nach 39 Minuten.

Kurz vor der Pause kugelte sich Skrzybski die Schulter aus und setzte so die Woche der Verletzungen bei Union fort. Im Abschlusstraining hatte sich Raffael Korte verletzt (Verdacht auf Kreuzbandriss). Als Sören Brandy den verletzten Angreifer nach dem Seitenwechsel ersetzte, stand es aber schon 0:2. Nach einem eigenen Eckball hatten die Gastgeber Union einfach ausgekontert (40.). Gaus traf, Busk war chancenlos.

Der neue Union-Keeper steigerte sich aber in der zweiten Hälfte und bewahrte seine Elf nach einem Kopfball von Markus Karl mit einer guten Parade vor dem 0:3 (55.). Das Fazit von Union-Trainer Lewandowski nach dem glücklichen Remis zur Leistung von Busk gilt auch für alle anderen Spieler: „Er kann sicher besser spielen.“