blz_logo12,9

Wer gewinnt die Fußball-WM?: Berliner Krake wird WM-Orakel

Hier hat die Evolution so einiges zusammengebastelt. Das Kugelgürteltier erweckt urzeitliche Vorstellungen und ist doch ein sympathischer Zeitgenosse.

Hier hat die Evolution so einiges zusammengebastelt. Das Kugelgürteltier erweckt urzeitliche Vorstellungen und ist doch ein sympathischer Zeitgenosse.

Foto:

imago stock&people

Paul war der Trendsetter. Der Tintenfisch aus dem Oberhausener Sea Life Centre wurde während der Fußball-WM 2010 in Südafrika berühmt: Ganze acht Mal entschied er sich für die Futterbox mit der Flagge jener Mannschaft, die danach gewann.

Vor allem aber lag Paul immer richtig, wenn es um die Spiele der DFB-Elf ging. Auch das WM-Aus gegen Spanien im Halbfinale sagte er mit seiner Miesmuschel-Wahl voraus.



Der Oktopus, einst gefangen im Atlantischen Ozean bei Weymouth nahe der südwestenglischen Grafschaft Dorset, wurde kurz nach seinem WM-Auftritt sogar zum Ehrenbürger der spanischen Kleinstadt Carballino ernannt - ein passendes Denkmal gab's inklusive. Sogar der WM-Finaltorschütze 2010, der Spanier Andrés Iniesta, bedankte sich bei Paul: „Seinetwegen sind wir Weltmeister geworden.“

Nur drei Monate später starb das Kult-Tier, doch das Interesse an orakelnden Maskottchen blieb. Elefanten, Kühe, Otter, eine behinderte Eisbärin und ein Eber, der stattliche 380 Kilo auf die Waage brachte, versuchten sich bei späteren Großereignissen. Doch keines der Tiere erreichte auch nur annähernd Pauls Treffsicherheit.

Versucht wird es nun trotzdem wieder - sicher auch weil es deutschen Zoos als PR-Gag dient, um Besucher anzulocken. Der Allwetterzoo in Münster etwa präsentierte Ende Mai das „erste Training“ mit dem fünfjährigen Norman. Bei Norman handelt es sich um ein Kugelgürteltier, was auch das Maskottchen der WM in Brasilien ist.

"Dass das WM-Maskottchen für Fußball und die Artenvielfalt Brasiliens steht, finden wir Klasse! Daher wollen auch wir in Münster aufmerksam auf den Artenschutz machen", sagt Zoo-Direktor Jörg Adler.

Für seinen Orakel-Einsatz gaben die Pfleger Norman drei Bälle, beklebt mit Mehlwürmern – und den Flaggen von Deutschland und den Gruppengegnern Ghana und Portugal. Das Team von Ronaldo fand Norman dann auch am interessantesten.

Im niedersächsischen Serengeti-Park Hodenhagen wurde eigens Torwart-Legende Sepp Maier einbestellt, um mit dem Elefantenweibchen Nelly die Vorrunden-Ergebnisse der deutschen Nationalmannschaft zu bestimmen.

Dass Nelly großes Potenzial besitzt, hatte sie bereits beim Champions-League-Finale 2013 zwischen Bayern München und Borussia Dortmund bewiesen. Im Vorfeld des Endspiels in London trat sie zum Strafstoß an - und versenkte den Ball zielsicher im Dortmunder Tor.

Auch bei der EM 2012, der Frauen-WM 2011 und -EM 2013 trat sie als Orakel in Erscheinung - und leistete sich nur drei falsche Prognosen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Welches Ergebnis orakelt Nelly?

nächste Seite Seite 1 von 3


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?