Sprache: Die ungeliebte Rechtschreibreform
„Fatatak“ statt „Vatertag“ – in einigen Schulen werden Fehler nicht korrigiert.
dpa
Zugegeben, es hätte noch schlimmer kommen können. Denn im ersten Entwurf für eine Rechtschreibreform blieb kaum ein Stein auf dem anderen: Der „Kaiser“ wurde zum „Keiser“, der „Staat“ zum „Stat“, der „Frevel“ zum „Frefel“. Fremdwörter erschienen in Pseudo-Eindeutschung: „Hobbi“, „Träner“, „Schossee“, „Restorant“ oder „Pitza“.
Gott sei Dank wurde dieser Reformentwurf einer Professorenkommission aus den 80er-Jahren noch abgeschmettert. Doch die deutschen Kultusminister hatten es sich unbedingt in den Kopf gesetzt, die deutsche Schriftsprache zu reformieren, um sie zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Im August 2005 – genau vor zehn Jahren – wurde dann tatsächlich bundesweit eine neue Rechtschreibung für Schulen und Behörden verbindlich. Nur Bayern und Nordrhein-Westfalen zogen erst ein Jahr darauf nach.
Die Rechtschreibreform war falsch
Mittlerweile distanzieren sich ehemals Verantwortliche. Die Reform sei ein Fehler gewesen, sagte Bayerns Ex-Kultusminister Hans Zehetmair (CSU), Chef des Rates für deutsche Rechtschreibung. Bereits 2006 hatte die heutige Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) zugegeben: „Die Kultusminister wissen längst, dass die Rechtschreibreform falsch war. Aus Gründen der Staatsräson ist sie nicht zurückgenommen worden.“ Schon die Reformfassung von 1996 stieß auf harte Kritik. In einigen Bundesländern fanden sogar Volksbegehren dagegen statt. Doch das Bundesverfassungsgericht erklärte 1998 die Einführung der Reform für rechtmäßig. Es folgten bis 2006 mehrere Nachbesserungen in besonders strittigen Feldern. Am Ende stand eine „Reform light“.
Der Duden empfiehlt die alte Schreibweise
Ein Jahrzehnt ist seitdem vergangen. Längst hört man nichts mehr vom Rat für deutsche Rechtschreibung, der 2004 gegründet wurde, um die Entwicklung der Schriftsprache zu beobachten und notfalls weitere Korrekturen vorzunehmen. Die Aufregung von einst ist einem pragmatischen Herangehen gewichen. Das beginnt beim Duden, der viele der strittigen Reformvarianten einfach dadurch umgeht, dass er die alte Schreibweise empfiehlt: etwa „Portemonnaie“ statt „Portmonee“ oder „Grizzlybär“ statt „Grislibär“.
In der Praxis existieren verschiedene Rechtschreibungen nebeneinander. Wörterbuch- und Schulverlage sowie viele Medien folgen weitgehend den reformierten Regeln von 2006. Fachbücher und Romane erscheinen dagegen oft in der alten Rechtschreibung – je nach Wunsch der Autoren. Der Roman „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann (Rowohlt, 2005 ) zum Beispiel ignoriert völlig die Reform – bis hin zur Verwendung des „ß“ statt des „ss“. Und dieses Buch ist in vielen Schulen sogar Abiturstoff.
Solche Widersprüche stärken den Eindruck, dass es heute egal sei, wie man schreibt. Die Bedeutung der Rechtschreibung an den Schulen ist zurückgegangen. Diktate seien „völlig out“, sagte ein Lehrer aus Bayern. Rechtschreibfehler in Arbeiten schlügen sich kaum noch auf die Noten nieder. Eine Studie des Germanisten Uwe Grund zeigte schon 2008, dass Schüler doppelt so viele Fehler machten wie vor dem Inkrafttreten der Reform. Bei Stern TV berichtete ein Uni-Dozent sogar von haarsträubenden Fehlern in den Arbeiten von Lehrerstudenten. Viele wüssten auch am Ende des Studiums nicht, „wie Rechtschreibung funktioniert“.
Kinder schreiben weniger, dafür lebendiger
Aber hier wirken offenbar auch andere Entwicklungen. Heute wird insgesamt weniger gelesen und geschrieben. Facebook, Twitter oder WhatsApp fördern den sofortigen Austausch, bei dem es um Sprachökonomie geht, nicht um Rechtschreibung. Das hat auch überraschende Folgen. So schreiben Kinder heute weniger, aber dafür origineller und lebendiger. Das ergab eine Studie, für die Viertklässler den Inhalt eines Kurzfilms nacherzählen sollten. Wie der Sprachwissenschaftler Peter Schlobinski in der Süddeutschen Zeitung sagte, seien viele auch durchaus in der Lage, von der „Chat-Sprache“ auf das „Standardregister“ umzuschalten. Schülern mit Lernproblemen falle der Wechsel schwer, doch das habe andere Gründe.
„Fatatak“ statt „Vatertag“
Probleme schaffen oft die Schulen selbst. Zum Beispiel durch die Methode „Lesen durch Schreiben“ des Schweizer Reformpädagogen Jürgen Reichen, die an vielen Grundschulen eingesetzt wird. Hier sollen Schüler in den ersten ein bis drei Schuljahren so schreiben, wie sie hören und sprechen, also etwa „Toa“ statt „Tor“, „Rat“ statt „Rad“ oder „Fatatak“ statt „Vatertag“. Fehler werden nicht korrigiert. Solche Entwicklungen haben mit der Rechtschreibreform nichts zu tun. Wer sich als Lehrer an den Duden hält, der verfügt über einen recht zuverlässigen Orientierungspfad zur Ausbildung der Kinder. Denn auch Behörden oder die Wirtschaft halten sich daran. Und Rechtschreibung muss geübt werden. Hier aber werden Legastheniker herangebildet. Und das ganz ohne Not.
Wildau, 12. August 2016: Weil eine stark übergewichtige Frau einen medizinischen Notfall hatte und nicht durch das Treppenhaus befördert werden konnte, musste die Feuerwehr aus Berlin anrücken. Die Höhenretter befreiten die Frau mit einem Kran aus ihrer Wohnung im Obergeschoss. Schließlich wurde sie mit einem speziellen Rettungswagen für Übergewichtige ins Krankenhaus gefahren.
Berlin-Rudow, 12. August 2016: Bei einem Unfall zwischen zwei PKW in einer Tempo-30-Zone sollen drei Menschen leicht verletzt worden sein. Einer der PKWs überschlug sich durch den Frontalzusammenstoß.
Berlin-Wedding, 11. August 2016: Diese große, aber ungefährliche Spinne wurde von der Polizei aus einem Badezimmer in Wedding entfernt.
Berlin-Tempelhof, 10. August 2016: In der Nacht zum Mittwoch prallte ein Auto gegen das Mahnmal am KZ Columbia-Haus. Gegen 0.15 Uhr befuhren 2 Männer mit einem Mietwagen Columbiadamm Richtung Neukölln. Aus noch ungeklärter Ursache verlor der Fahrer in Höhe der Golßener Straße die Kontrolle über das Fahrzeug. Die Polizei hatte es nicht weit. Wie im Hintergrund zu erkennen, fand der Crash 25 Meter entfernt der Direktion 5 statt. Der Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt.
Berlin-Friedrichshain, 9. August 2016: Am Dienstagabend kam es zu einem Unfall an der Holzmarktstraße Ecke An der Schillingbrücke. Nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Auto überschlug sich ein Fahrzeug. Angaben zum Unfallhergang und zur Zahl der Verletzten konnte die Polizei zunächst nicht machen.
Berlin-Buch, 8. August 2016: Am frühen Morgen brennt es in einer Flüchtlingsunterkunft. Das Feuer breitet sich von Einrichtungsgegenständen im Erdgeschoss auf die zweite und dritte Etage aus.
Berlin-Kreuzberg, 7. August 2016: Gut 600 Menschen haben für den linken Szeneladen M99 und gegen steigende Mieten demonstriert.
Berlin-Treptow, 7. August 2016: Gegen ein Uhr morgens kam es in der in einer Kneipe an der Elsenstraße zu einem Streit. Eine Person verfolgte dabei einen Mann mit einem Billardqueue. Der Verfolgte flüchtete in einen Späti, doch der Angreifer schlug die Scheibe der Tür ein und ging auf ihn los. Die alarmierten Polizisten nahmen den Täter fest.
Berlin-Pankow. 6. August 2016: Auf den Stufen eines Einfamilienhauses in Pankow hat ein Familienvater am frühen Samstagmorgen ein Baby entdeckt. Es war in dieses Handtuch gewickelt. Nun sucht die Polizei Zeugen, um die Mutter zu finden: Hinweise unter 030 4664 – 912 555.
Berlin-Schöneweide, 6. August 2016: In der Nacht zu Sonnabend bricht am Betriebsbahnhof in Schöneweide ein Feuer aus. Beinahe zeitgleich wird ein Mann von einer einfahrenden S-Bahn erfasst. Er erliegt seinen Verletzungen im Krankenhaus.
Berlin-Tempelhof, 5. August 2016: Feuerwehrleute stehen an einer mit Flatterband abgesperrten Feuerwehr-Sperrzone am Mariendorfer Damm in Berlin. Wegen einer gebrochenen Abwasserleitung sind mehrere Häuser evakuiert worden.
Berlin-Charlottenburg, 5. August: Die Berliner Polizei fahndet nach zwei Männern, die am 31. Mai gegen 9.30 Uhr eine Senioren am U-Bahnhof Kurfürstendamm überfallen haben. Der Frau wurde die Armbanduhr gestohlen. Die genaue Beschreibung der Täter gibt es auf der Internetseite der Polizei Berlin.
Berlin-Steglitz, 3. August: In der Nacht zu Mittwoch sind acht Autos eines Pflegedienstes durch Brandstiftung beschädigt worden.
Kreuzberg, 1. August 2016: Mit diesem Phantombild sucht die Polizei einen Schläger, der drei Jugendliche im Viktoriapark angegriffen haben soll.
Berlin-Grünau, 30. Juli 2016: Ein Einfamilienhaus in der Regattastraße ist in der Nacht ausgebrannt. Sechs Staffeln der Feuerwehr rückten an, um das Feuer zu löschen. Der Bewohner des Hauses konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen.
Berlin–Friedrichshain, 29. Juli 2016: Auf der Rüdersdorfer Straße fängt ein Twingo Feuer. Es wird ein technischer Defekt vermutet. Glück im Unglück: Die Feuerwache ist fast direkt gegenüber.
Berlin-Mitte, 29.Juli 2016: Unbekannte haben Farbbeutel auf ein Bekleidungsgeschäft in der Friedrichstraße geworfen und "Zwangsräumer M99" gegen die Scheiben geschmiert. Der Inhaber des Geschäfts ist auch Besitzer des linken Szene-Ladens M99 in Kreuzberg, dem die Zwangsräumung droht.
Berlin-Mitte, 28. Juli 2016: Auf der Grunerstraße Ecke Spandauer Straße stößt ein BMW mit einem Taxi zusammen. Das Taxi überschlägt sich bei dem Aufprall. Zwei Personen werden leicht verletzt.
Berlin-Niederschöneweide, 27. Juli 2016: Kaum war das Unwetter vorbei, wurde die Feuerwehr gegen 22.20 Uhr zur ehemaligen Bärenquell Brauerei gerufen. Der Brand im obersten Geschoss eines Gebäudes konnte aber zügig gelöscht werden.
Berlin-Mitte, 27. Juli 2016: Gewitterfront über Berlin. Land unter in der Brunnenstraße.
Berlin-Charlottenburg, 27. Juli 2016: Unbekannte haben in der Helmholzstraße gegen 3 Uhr nachts einen VW-Transporter in Brand gesteckt. Durch das Feuer wurden auch ein daneben parkendes weiteres Auto und ein Roller beschädigt.
Berlin-Neukölln, 26. Juli 2016: Auf der Flucht vor der Polizei ist ein Motorrollerfahrer ohne Helm und Licht in Berlin mit einem Taxi zusammengestoßen. Dabei wurde der 20-Jährige schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Unfall passierte an der Sonnenalle Ecke Hobrechtstraße. (dpa)
Berlin, den 25. Juli 2016: Der Fahrer eines Autos einer Carsharing-Firma hat in der Nacht zum Montag eine Fußgängerin am U-Bahnhof Eberswalder Straße überfahren. Laut Augenzeugen soll die Frau die Kreuzung bei Rot betreten haben. Die Fußgängerin wurde schwer verletzt, ein Notarzt musste gerufen werden. Die Schönhauser Allee wurde stadtauswärts gesperrt. Über den genauen Unfallhergang ist noch nichts bekannt. Der 27-jährige Fahrer wurde mit einem Schock im Rettungswagen behandelt und musste stationär eingeliefert werden. (BLZ)
24. Juli 2016: Gegen 22.10 Uhr wurde die Feuerwehr und Polizei zur Eichbuschallee/Köpenicker Landstraße gerufen. Im Baustellenbereich lag eine leblose Frau Richtung stadtauswärts auf dem linken Fahrstreifen der dreispurigen Straße. Ob sie vorher von einem Fahrzeug erfasst wurde ist bisher unklar. Der Anrufer hatte die Frau beinahe übersehen, konnte aber noch rechtzeitig mit seinem Transporter bremsen. (BLZ)
Berlin-Reinickendorf, 24.07.2016: In der Emmentaler Straße brannte in der Nacht ein Skoda. Die Feuerwehr löschte den Brand.
Berlin-Wedding, 23. Juli 2016: Bei dem Brand in der Petersallee wurden laut Feuerwehr drei Menschen verletzt, eine von ihnen musste mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen, war aber am frühen Morgen noch im Einsatz. Die Petersallee war für den Einsatz komplett gesperrt. (dpa)
Berlin-Britz, 22. Juli 2016: Auf dem Gelände des früheren Freizeitbades Blub an der Buschkrugallee in Neukölln-Britz ist am Donnerstagabend ein Brand ausgebrochen, der auch am Freitagmorgen noch nicht unter Kontrolle war.
Berlin-Neukölln, 21. Juli 2016: In der Hermannstraße zwischen Leykestraße und Werbellinstraße sind am Abend drei Fahrzeuge zusammengestoßen. Drei Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Hermannstraße ist in beiden Richtungen gesperrt.