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Vereinigte Arabische Emirate: Die jüngste Ministerin der Welt

Shamma al-Masrui soll sich um die Jugend kümmern.

Shamma al-Masrui soll sich um die Jugend kümmern.

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AP

Ihr neuer Chef liebt Rekorde, Prunk und Sensationen. Egal ob der höchste Wolkenkratzer oder das teuerste Feuerwerk der Welt – Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktoum weiß, wie er sein Wüstenland mit Glitzer und Glamour im Gespräch hält. Und so macht der umtriebige Regierungschef der Vereinigten Arabischen Emirate und gleichzeitige Emir von Dubai sogar Schlagzeilen mit seiner Regierungsumbildung, die er als die größte und die eigenwilligste in der fast 45-jährigen Geschichte der superreichen Golffürstentümer inszenierte.

Mit am 29-köpfigen Kabinettstisch sitzt als wohl jüngste Ministerin aller Zeiten auch die erst 22-jährige Shamma al-Masrui, die sich künftig um die Jugend des Landes kümmern soll. Von acht neuen Ministern sind fünf Frauen, nicht nur in der arabischen Welt eine bemerkenswerte Quote. Eine weitere führt das weltweit einzigartige Ministerium für Glück und Wohlergehen, eine andere das neu geschaffene Ministerium für Toleranz, die beiden übrigen die bereits existierenden Ressorts für internationale Zusammenarbeit und Kommunalentwicklung.

Hoffnungen der Jugend

„Die Jugend macht die Hälfte der arabischen Gesellschaft aus, daher ist es nur logisch, ihnen eine Stimme und eine Rolle in der Führung unserer Nationen zu geben“, twitterte der Dubai-Herrscher. „Der Nachwuchs ist unsere Stärke, unsere Kraft und unsere Zukunft“, fügte er hinzu und erklärte, Shamma al-Masrui werde „die Hoffnungen unserer Jugend repräsentieren“.

Die neue Ministerin studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften an der Nahostfiliale der New York Universität in Abu Dhabi, was sie mit einem Bachelor abschloss. Ihren Master in Politikwissenschaften machte sie anschließend an der britischen Oxford-Universität, wo sie als Stipendiatin der renommierten Rhodes-Stiftung eingeschrieben war. Golfspielen und Skifahren seien ihre Hobbys, sagt sie.

Daheim auf Twitter und Facebook wurde ihre Ernennung überwiegend begrüßt. Kritiker jedoch bezweifeln, dass sich die Ursachen für die Diskriminierung von ausländischen Arbeitskräften und einheimischen Frauen damit wirklich beseitigen lassen. Beim sogenannten Gender Gap Index, mit dem das Genfer Weltwirtschaftsforum Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen bewertet, landete auch 2015 wieder kein arabischer Staat auf den ersten 100 Plätzen. Die beste Nation war die Heimat von Shamma al-Masrui – auf Rang 119 von 145 getesteten Ländern.



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