20.02.2012

Luftverkehr: Berlins Flughäfen droht Streik

An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind in den nächsten Tagen spontane Warnstreiks wahrscheinlich. (Symbolfoto)
An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind in den nächsten Tagen spontane Warnstreiks wahrscheinlich. (Symbolfoto)
Foto: dpa
Berlin –  

Der Streik von Teilen des Flughafenpersonals in Frankfurt am Main führt auch in Berlin-Tegel zu Flugausfällen. Insgesamt 17 Flüge von und nach Frankfurt fallen aus. Derweil schließt Verdi auch für die Berliner Flughäfen Warnstreiks nicht mehr aus.

Nachdem bereits am Montag Flüge zwischen Tegel und Frankfurt am Main wegen des Streiks des hessischen Vorfeldpersonal ausgefallen sind, schließt Verdi auch in Berlin Streiks nicht mehr aus. Wenn bis 24. Februar kein verhandlungsfähiges Angebot des Abfertigungsdienstleisters GlobeGround Berlin (GGB) vorliege, könnten die beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld in der nächsten Woche bestreikt werden, erklärte die Gewerkschaft ver.di am Montag in Berlin.

Die Gewerkschaft fordert für die 1.500 GGB-Beschäftigten unter anderem vier Prozent mehr Lohn. Die Aussichten auf eine Einigung am Verhandlungstisch seien nur noch „sehr gering“, sagte ein ver.di-Sprecher. Bereits die letzte Verhandlungsrunde zum Vergütungstarifvertrag war gescheitert.

Wegen des Streiks auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main gibt es auch Einschränkungen im Berliner Luftverkehr. „Am Montag sind in Tegel insgesamt 17 Flüge gestrichen worden“, sagte der Sprecher der Berliner Flughäfen, Leif Erichsen. Darunter seien neun Ankünfte und acht Abflüge, hauptsächlich von und nach Frankfurt am Main. „Es sind aber auch vereinzelt Flüge mit anderen Zielen betroffen, beispielsweise München“, sagte Erichsen. Der Betrieb am Flughafen Schönefeld sei nicht betroffen.

In Frankfurt hatten am Montagmorgen rund 200 Vorfeldmitarbeiter für 48 Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft der Flugsicherung will damit Druck auf den Flughafenbetreiber Fraport machen. Das Unternehmen lehnt die Forderung nach einem eigenen Tarifwerk mit hohen Gehaltssteigerungen für die rund 200 Vorfeldbeschäftigten ab. (dapd/dpa)

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