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Weinpaket: Weinpaket

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Direkt vor der weit geschwungenen Bucht von La Londe-les-Maures schimmert die Ile de Porquerolles im blauen Meer, einer der schönsten Orte an der Côte d´Azur.


2011 Château les Valentines rosé, Provence

Direkt vor der weit geschwungenen Bucht von La Londe-les-Maures schimmert die Ile de Porquerolles im blauen Meer, einer der schönsten Orte an der Côte d´Azur. Die Weinberge und das Weingut von Valentines liegen direkt am Fuße des Massif des Maures, aber nur 3 km von den weißen Sandstränden entfernt. Man könnte meinen, die Reben würden die Aussicht auf sanfte Wellen und gleißende Inseln genießen und deshalb einen so entspannten Wein ergeben. Doch Weinmachen ist auch hier harte Arbeit und die perfekte Symbiose zwischen Winzer und Terroir. Dreihundert Sonnentage im Jahr, bei denen das Thermometer aber nur selten über 30 °C steigt, nächtliche Abkühlung, vor allem, wenn der Mistral über die Berge weht. Das Meer sorgt zusätzlich für Wind und nur langsam wechselnde Temperaturen. Der Boden ist karger fester Fels mit etwas lehmigem Sand, die Reben müssen tief wurzeln, um ausreichend Wasser zu finden. All das sind keine besonders guten Voraussetzungen für hohe Erträge, aber umso mehr für guten Wein.

Als Pascale und Gilles Pons 1994 das Grafiktablett beiseite legten hatten sie ein klares Ziel, eine Vorstellung, wie der Wein werden sollte den sie auf ihrem eigenen Weingut bereiten wollten. Vorher ging Gilles aber noch einmal in die Schule, um das Winzerhandwerk zu lernen. Der erste Jahrgang, den sie selber vinifizierten, war 1997. Im Weinhandwerk, wo Weine gerne einmal erst nach vier oder fünf Jahren auf den Markt kommen, wo Rebstöcke für Spitzenweine schon mindestens zwanzig Jahre alt sein sollten und der Markt zwar ständig auf der Suche nach etwas Neuem ist, alle aber von der Tradition leben, sind 15 Jahre keine lange Zeit. Daher ist es vielleicht nicht erstaunlich, dass der Rosé und die anderen Weine von Les Valentines in den Drei-Sterne-Restaurants der Region einen festen Platz haben, außerhalb von Frankreich aber fast unbekannt sind. Dabei ist er nicht mehr und nicht weniger als die Essenz der Provence. Fröhlich unkompliziert, zugleich jedoch enorm vielschichtig mit frischen roten Früchten, wildem Fenchel und den Kräutern der Provence. Bereitet wird die Cuvée aus den typischen Reben der Region viel Cinsaut und Grenache, etwas Syrah und Mourvèdre. Unschlagbar für den Preis. „Der ist eine echte Bombe“, meint Mario Kotaska. „Rosé trinke ich sonst eher selten“, meint Andreas Brensing, „aber den hab ich zu Hause immer kalt stehen.“

Passt zu Fisch, Meeresfrüchten und mediterranen Gemüsegerichten.

Genießen bei 8 bis 10°, jetzt bis 2014.

0,75 l nur 12,50 € (ltr. 16,67 €)

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2010 Saint-Chinian, Hecht & Bannier, Languedoc

Wenn Weinpapst Robert Parker in Südfrankreich verkostet, sind die Weine der beiden Freunde Francois Bannier und Gregory Hecht immer ganz vorne dabei. Erstaunlich, dass sie noch so günstig geblieben sind. Aber Francois bleibt bescheiden und teilt sie dann lieber seinen besten Weinhändlern zu. In der kleinen Gemeinde Saint-Chinan wächst einer unserer liebsten Weine. Er verbindet großartigen Duft, reife Kirsche und Johannisbeernoten mit mineralischer Strenge und einem sehr komplexen Aroma. Das liegt auch an den Besonderheiten rund um den Ort Saint-Chinian. Er liegt ca. 20 km nördlich von Narbonne am Fuße der Kalksteingebirge, die sich dann im Karst bis zum Massiv Central hinziehen. Das bietet einerseits Schutz vor nördlichen Strömungen, andererseits sorgt es für einen stetigen Luftstrom, der die Trauben nicht zu heiß werden lässt. Ganz besonders sind die Bodenformationen von Saint-Chinian. An den aufziehenden Bergen gibt es nämlich nicht nur den Kalkstein, der für ein eher crèmig-feines Aroma sorgt, sondern auch den im Weinbau so seltenen Schiefer. Er gibt dem Wein einen unverkennbaren Duft und viel Kraft, ohne ihn dabei schwer zu machen. Außerdem finde sich dort Tonmergel und eher lehmige Böden, deren Reben für Fülle und runde Tannine sorgen. Da gilt es nicht nur die richtigen Reben auf den richtigen Böden wachsen zu lassen, Die Reben müssen jedes Jahr in den einzelnen unterschiedlichen Lagen entsprechend des Wetters anders gepflegt werden. Die Cuvée besteht aus Grenache, Syrah und Mouvedre, den klassischen Rebsorten der Region, die sich perfekt ergänzen. Ein Wein für Kenner mit einem großen Entwicklungspotential. Der Jahrgang 2010 wurde von Robert Parker mit sensationellen 93+ Punkten bewertet, das bekommen selbst die großen und um ein Vielfaches teureren 1er Cru aus dem Bordeaux nicht in jedem Jahr. Passt zu kraftvollen Fleischgerichten, zu Lamm oder Rindfleisch. Mario Kotaska kocht dazu einen Salat von Lamm und Orangenpaprika.

Unser Tipp: Unbedingt eine halbe Stunde vor dem Genuss dekantieren, dann entwickelt sich das Aroma am besten.

Genießen bei 16 bis 18°, jetzt bis 2018.

0,75 l nur 13,50 € (ltr. 18,00 €)

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2010 Cairanne, Perrin et Fils, Rhône

An der südlichen Rhône gibt es ein fast unübersehbares Rebenmeer. Nur einige der Orte ragen mit einem besonderen Terroir und strengeren Bestimmungen aus der Masse heraus. Sie dürfen sich dann Côtes du Rhône Village nennen und den Namen des Ortes auf dem Etikett tragen. Einer davon, in der Nähe von Orange, ist der kleine Ort Cairanne. Hier ist der Boden von eiszeitlichen Kieseln geprägt und nur dünn mit einer Lehmschicht bedeckt. Daher müssen die Reben ihre Wurzeln tief in den Untergrund schicken, um an ausreichend Wasser zu kommen. Eine gute Voraussetzung für Spitzenweine.

Die Familie Perrin, der auch eines der bekanntesten und besten Weingüter Frankreichs, das Château de Beaucastel gehört, bereitet in dem kleinen Ort einen ihrer feinsten Weine. Fein nicht, weil er ein Grand Cru Wein ist, sondern weil er extrem lecker daherkommt. „In Cairanne haben die Weine immer eine ganz besondere Leichtigkeit und Frische“, meint Matthieu Perrin, „sie sind enorm ansprechend. Wird da eine Flasche aufgezogen, ist das wie ein guter Freund der einen umarmt. Der Cairanne hat nie die tiefe Strenge des Châteauneuf oder die balsamische Unergründlichkeit des Gigondas, aber irgendwie hab ich noch nie jemanden getroffen, dem das bei einem Glas Cairanne wirklich gefehlt hätte.“ Also kein Wein, um dabei über Wein zu philosophieren, sondern einer, der Lebensfreude versprüht. Hauptsächlich Grenache stehen in den Weinbergen, und mit seinen weichen Tanninen sorgt er für den frühen Trinkspaß. „Man muss nur die Erträge drastisch begrenzen“, weiß Matthieu, „wenn man zu viel erntet, dann wird die Grenache zu leicht und zu beliebig. Zum Glück geht das bei uns fast ganz von alleine. Wir lassen die Reben einfach in Ruhe, schneiden sie nur ordentlich runter. Es gibt hier nicht so viel Wasser, als dass die Erträge hoch wären, und wenn man nicht düngt oder anderen Unfug macht, dann regelt sich vieles von ganz alleine. Den Wein legen wir dann nicht in Holzfässer, sondern er bleibt im Edelstahl, dann behält er diese herrliche frische Frucht, die einen sofort einnimmt. “ So entsteht großartiger Trinkgenuss, seidige, weiche Tannine, frische Frucht mit Brombeeren und Schwarzkirschen. Mario Kotaska meint: „Der geht zu allem. Das ist ein kulinarischer Tausendsassa.“ „Den liebe ich ganz besonders“, sagt Andreas Brensing, „denn der schmeckt mir und allen meinen Freunden, auch denen, die wenig Ahnung von Wein haben.“

Unser Tipp: Nicht zu warm trinken. 16° reichen völlig, dann wirkt die Frucht am schönsten.

Genießen bei 16 bis 18°; jetzt bis 2016

0,75 l nur 10,40 € (ltr. 13,87 €)

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