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Abgasskandal: 60.000 europäische Autobesitzer wollen gegen VW klagen

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG bei seinem Besuch in den USA

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG bei seinem Besuch in den USA

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AP

Düsseldorf -

Wegen des Abgasskandals bei Volkswagen schließen sich einem Zeitungsbericht zufolge immer mehr Autobesitzer einer geplanten Sammelklage gegen VW in Europa an.

Bisher hätten sich rund 60.000 Autobesitzer registrieren lassen, sagte der Rechtsanwalt Julius Reiter der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Wöchentlich kommen mehrere hundert hinzu“, teilte er weiter mit.

Die Kanzlei Baum, Reiter und Kollegen organisiert dem Bericht zufolge die Klage gegen Volkswagen in Deutschland, die - mangels Sammelklagerecht - über ein niederländisches Stiftungsmodell organisiert werden muss.

Europäische VW-Kunden sollen so im Abgasskandal entschädigt werden.

VW hat Manipulationssoftware in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eingesetzt

„Die hochgerechnete Schadenssumme der angemeldeten Investoren beziffert sich auf etwa zehn Millionen Euro“, sagte Reiter. „Das anhaltende Interesse am Stiftungsmodell zeigt, dass Volkswagenkunden weiterhin Schadensersatz verlangen und bis jetzt nicht mit der Rückerfüllung durch den Konzern zufrieden sind.“

Nach US-Ermittlungen hatte Volkswagen im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests einen niedrigeren Stickoxidausstoß anzeigt als auf der Straße.

In den USA sind fast 600.000 Fahrzeuge betroffen. In der vergangenen Woche reichte das US-Justizministerium im Auftrag der US-Umweltbehörde EPA Klage gegen den Konzern ein, dem eine Milliardenstrafe droht. (afp)


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