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Berlin-Trend: Fast 300.000 Pendler kommen nach Berlin

Fast 300 000 Pendler kommen zum Arbeiten in die Hauptstadt.

Fast 300 000 Pendler kommen zum Arbeiten in die Hauptstadt.

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imago stock&people

Wohnen und arbeiten am gleichen Ort – dass klappt nicht immer. Im zweiten Quartal dieses Jahres arbeiteten 1,78 Millionen Menschen in Berlin. Das waren zwei Prozent oder 34 400 Personen mehr als im Vorjahresquartal. Unter den Erwerbstätigen waren knapp 294 000 so genannte Einpendler – also jeder sechste Erwerbstätige, der in der Hauptstadt arbeitete, hatte seinen Wohnsitz außerhalb. Knapp drei Viertel davon kamen aus Brandenburg, und hier vor allem aus den Kreisen Oberhavel, Barnim und Märkisch-Oderland.

Andererseits fahren 168 000 Berliner – Auspendler genannt – aus der Stadt heraus an ihre Arbeitsorte. Jeder zweite von ihnen arbeitet im Land Brandenburg, insbesondere in Potsdam und Dahme-Spreewald. Jeder achte Berliner Auspendler arbeitet in Nordrhein-Westfalen. Seit 2008 ist der Pendler-Saldo, die Differenz aus Ein- und Auspendlern, deutlich von 114000 auf zuletzt 125000 gestiegen. Berlin bietet eben immer mehr Perspektiven.

In Brandenburg ist das Verhältnis der Pendler umgekehrt. Von insgesamt 1,076 Millionen Erwerbstätigen kamen 143. 900 Personen aus anderen Bundesländern und dem Ausland nach Brandenburg zur Arbeit. Auf der anderen Seite fuhren fast 292.000 zu ihren Arbeitsstellen jenseits der Landesgrenzen, vor allem nach Berlin und Sachsen.