Kommunikation mit Siri
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Kommunikation mit Siri
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Sprachsteuerung vollbringt Erstaunliches. Ohne Datenvernetzung gäbe es den Komfort nicht - aber das bringt auch ein teuflisches Dilemma.
Siri hilft gerne. Ob man sie nun bittet, daheim Bescheid zu sagen, dass es später wird im Büro, den Termin beim Tierarzt zu verschieben oder „Let it be“ von den Beatles zu spielen – all das kann Siri. Sie erinnert auch gerne an eine Sendung auf Arte, sobald man vor dem Haus parkt. Und wenn man ihr dankt, antwortet sie: „Hauptsache, du bist zufrieden.“
Siri, der „persönliche Assistent“, den Apple mit dem aktuellen iPhone 4S mitliefert – Android hat dafür das vergleichbare Vlingo – vollbringt Erstaunliches. Die Software erkennt gesprochene Sprache auch ohne festgelegte Kommandos, wie man sie sich früher antrainieren musste für die Benutzung solcher Programme. Nach einer kurzen Kennenlernphase notiert Siri, etwa während einer Autofahrt, eine SMS oder E-Mail, und verschickt sie ohne lästiges – und verbotenes – Eintippen. Dieser Komfort basiert darauf, dass Siri seinen Benutzer kennenlernt. Mit anderen Worten: Siri muss Datenbanken verknüpfen, damit es die gestellten Aufgaben bewältigen kann.
Das Prinzip kennt jeder vom Verfassen einer E-Mail: Während die Adresse des Empfängers noch eingetippt wird, schlägt das Programm bereits Möglichkeiten vor. Das spart Zeit, aber dazu muss das Programm Zugriff haben auf das Adressbuch oder die Liste aller gesendeten E-Mails oder beides. Hier liegt das Grunddilemma: Je mehr Daten verknüpft werden, desto komplexer sind die möglichen Funktionen – desto größer ist aber auch die Missbrauchsgefahr.
Die Liste aller Suchwörter, die ich bei Google eingegeben habe, lässt recht präzise Voraussagen zu, was ich suche, wenn ich „Toskana“ tippe: Toskana-Ferienhaus, Toskana-Wein-bestellen oder Toskana-Fraktion? Und natürlich ist es praktisch, wenn sich ein neuer Nutzer etwa neu bei Facebook anmeldet, dass das Netzwerk Kontakte aus dem Adressbuch vorschlägt. Aber niemand will Facebook dafür eine Kopie sämtlicher privaten und geschäftlichen Telefonnummern anvertrauen. Es bleibt ein Dilemma.
Versteckte Tricks für Apples Siri
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Versteckte Tricks für Apples Siri
Fragen stellen
Siri kann prinzipiell jede Frage beantworten, die sich über das Netz herausfinden lässt. Also zum Beispiel Fragen nach dem Wetter, dem Kinoprogramm oder Tankstellen in der Nähe. Es ist nicht nötig, das Mikrofon nah an den Mund zu halten oder langsam zu sprechen – im Gegenteil: das erhöht eher die Fehlerquote.
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Zum Diktat, Siri!
Längere Texte lassen sich auch diktieren: Einfach Siri starten und sprechen. Siri beendet das Diktat bei einer längeren Sprechpause oder wenn man das Mikrofon-Symbol noch einmal betätigt. Ist der Text noch nicht beendet, erneut das Mikrofon drücken.
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Fehler korrigieren
Blau markierte Wörter oder Wortgruppen erkennt Siri selbst als fehlerhaft an. Wenn man diese berührt, schlägt das Programm Alternativen vor. Fehler, die Siri selbst nicht erkennt, lassen sich ebenfalls korrigieren, in dem man mit dem Finger den Cursor an die betreffende Stelle schiebt und über die Tastatur korrigiert.
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Die richtige Grammatik
Siri setzt nicht von allein Satzzeichen wie Punkt, Komma & Co. Man kann diese aber mitdiktieren durch Kommandos wie beispielsweise „Absatz setzen“, „Komma einfügen“, „Punkt machen“ oder „Klammer auf“. Das gilt auch für Sonderzeichen und sogar Emoticons.
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Beziehungen hinzufügen
Siri kann lernen, die Kontakte des Nutzers in Beziehung zu ihm zu setzen. Wer zum Beispiel befiehlt: „Ruf meinen Freund an“, erhält die Nachfrage nach dessen Namen. Gibt es mehrere Personen des gleichen Namens, erfragt das Programm, welche Person die richtige ist und holt sich anschließend die Bestätigung zur Speicherung der Beziehung. Wer seinen Kontakten ohnehin Etiketten wie „Chef“, „Oma“ oder „Mama“ hinzugefügt hat, kann schneller auf diese Funktion zurückgreifen.
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Termine vereinbaren
Mit Siri kann man nicht nur Termine vereinbaren, sondern auch nach eigenen Terminen im Kalender suchen. Nach Fragen wie „Habe ich für nächsten Juli schon etwas in meinem Kalender?“ findet das Programm heraus ob man zu diesem Zeitpunkt verfügbar ist und warnt vor möglichen Überschneidungen.
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Facebook nutzen
Eine direkte Interaktion zwischen Siri und Facebook existiert noch nicht. Man kann Siri dennoch Status-Updates diktieren. Zunächst muss man unter „Kontoeinstellungen“ bei Facebook ein Mobiltelefon hinzufügen. Anschließend stellt das soziale Netzwerk eine Nummer zur Verfügung, die man wiederum als Kontakt im iPhone abspeichern kann. So geschehen kann man Siri dann mitteilen: „Schicke eine Nachricht an Facebook“. Das funktioniert übrigens auch mit Twitter.
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Freunde finden
Wer die App „Meine Freunde suchen“ von Apple auf seinem iPhone aktiviert hat, ist für andere Freunde auffindbar. Diese Funktion lässt sich auch mit Siri benutzen. Man fragt das Programm einfach wo sich eine bestimmte Person aus den eigenen Kontakten befindet und Siri zeigt anschließend den Standort auf einer Karte inklusive einer ungefähren Adresse an.
Bei iTunes herunterladen
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Siri sicher nutzen
Die Sprachsoftware Siri lässt sich auch bei aktivierter Tastensperre nutzen – ein Sicherheitsrisiko, denn das iPhone kann so auch von jedem Dieb benutzt werden. Das lässt sich aber verhindern. In den Einstellungen des iPhones unter „Allgemein“ und „Code-Sperre“ Siri bei aktiver Tastensperre deaktivieren. So funktioniert das Programm nur, wenn das Telefon entsperrt wurde.
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Siri aufrufen
Zum Start der Spracherkennungssoftware Siri hält man entweder die Home-Taste des iPhones länger gedrückt oder man hält sich das iPhone einfach ans Ohr wie beim Telefonieren. Die Aktivierung wird durch einen kurzen Doppelton signalisiert und auf dem Bildschirm angezeigt.
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„Schreib meinem Vater eine Nachricht, dass wir zu seinem Geburtstag kommen, und buche uns zwei Tickets, wir bleiben die ganze Woche.“ Wäre es nicht praktisch, man könnte das einfach so ins Telefon sprechen? Die Software müsste dafür nur wissen, wer spricht, wann dessen Vater Geburtstag hat, wo dieser lebt und wie er zu erreichen ist – die Kreditkartendaten für die Buchung hätte Apple etwa bereits.
Als ich Siri das erste Mal bat, meinen Vater anzurufen, antwortete sie: „Ich weiß nicht, wer dein Vater ist. Ich weiß nicht einmal, wer du bist.“ Als ich sie gestern bat, wählte sie gleich die richtige Nummer. Siri lernt schnell.