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Druck auf Händler: Japans Wettbewerbshüter rügen Adidas

Eine Einkäuferin betrachtet bei einer Fachmesse Adidas-Sportschuhe.

Eine Einkäuferin betrachtet bei einer Fachmesse Adidas-Sportschuhe.

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dpa

Tokio/München -

Die japanische Wettbewerbsaufsicht hat Adidas wegen unerlaubter Preisabsprachen gerügt. Der Sportartikel-Hersteller habe unzulässig Druck auf Einzelhändler ausgeübt, um Preisnachlässe auf bestimmte Schuhe der Tochter Reebok zu verhindern, teilte die Behörde am Freitag mit. Adidas habe Lieferungen an die Einzelhändler gestoppt oder damit gedroht. Die lokale Adidas-Tochter wurde von den Aufsehern aufgefordert, die Praxis zu unterlassen.

Das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach betonte, die Anweisung sehr ernst zu nehmen. Die Compliance-Regeln zur Einhaltung interner und externer Normen in Japan würden nun verschärft. Die Untersuchung lief bereits seit April 2011. Eine Strafe gibt es Adidas zufolge nicht.

Japan ist neben den USA, China und Russland einer der vier wichtigsten Märkte für den Branchenzweiten nach Nike. Nach dem verheerenden Erdbeben vor einem Jahr waren die Umsätze zuletzt leicht rückläufig.

Reebok hatte 2011 - in einem allerdings andersgearteten Fall - bereits Probleme mit den US-Behörden. Damals beanstandete die Handelsaufsicht Reebok-Werbung für angeblich muskelaktivierende Schuhe. Die Kampagnen für die Kassenschlager EasyTone und RunTone hätten irreführend auf gesundheitliche Vorteile beim Tragen der Schuhe verwiesen, hieß es. Um einen langen Rechtsstreit zu vermeiden, einigte sich Adidas mit der US-Behörde auf einen Vergleich und zahlte 25 Millionen Dollar Strafe. (rtr)



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