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Finanzkrise: Multimilliardär Soros warnt vor Zusammenbruch der EU

Orakelt: George Soros.

Orakelt: George Soros.

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REUTERS

Die Finanzwelt steckt voller unbekannter Größen. Wer schlecht informiert ist, trifft die falschen Entscheidungen. Und wer, außer Bankern, Beratern oder Hobbyfinanzcracks hat schon die Zeit, sich umfassend zu informieren?

Also hört man auf die Meinung anderer. Am besten auf die, die selbst schon viel erreicht haben. Finanziell gesehen.

George Soros ist so jemand. Der gebürtige Ungar, studierte Wirtschaftswissenschaftler, Träger mehrfacher Ehrendoktorwürden brachte es als Investmentbanker zu Geld. Als Manager von Hedgefonds, etwa seinem Quantum Fonds. Forbes schätzt sein Vermögen auf rund 22 Milliarden Dollar. Im Jahr 2011 wird der 81-jährige auf Platz 46 der reichsten Menschen der Welt gelistet.

Er ist jemand, auf den man hört.

Soros Klugheitsregeln

Was er nun laut The Hindu Business Line in der Indian School of Business in Hyderabad, Indien, über die Wirtschaftswelt und die trudelnden Finanzmärkte sagt, klingt zunächst nach Altersweisheit.

"Play it safe (Sicherheit geht vor)", "You cannot say everything in public (man sollte nicht alles öffentlich diskutieren)" und "if everything you discuss in (business) meetings is made public, then you have to go to the toilet to discuss it - (wenn alles, was man auf Geschäftstreffen bespricht, öffentlich wird, sollte man auf die Toilette gehen, um es zu besprechen". Soweit die Klugheitsregeln.

Dann aber sagt er etwas Substantielles. Die Europäische Union sei in erster Linie eine Wirtschaftsunion. Zerbricht die Währung, zerfällt das politische Konstrukt. Das wäre der Untergang der EU. Mit katastrophalen Folgen für das globale Wirtschaftssystem. George Soros warnt. Vielleicht hört man auf ihn. (fle)


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