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G20 Gipfel in Antalya: Steuertricks von Weltkonzernen sollen beenden werden

Sicherheitsvorkehrungen für den G20-Gipfel in Antalya

Sicherheitsvorkehrungen für den G20-Gipfel in Antalya

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dpa

Berlin -

Bei Antalya denken viele Deutsche an Urlaub und Sonne.  Bei den Chefs von Apple, Google und Starbucks und auch deren Aktionären könnten sich bald ganz andere, negative Assoziationen einstellen. In der türkischen Stadt mit dem großen Ferienflughafen  wollen die Staats-und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer am Sonntag und Montag  die Steuerregeln für internationale Unternehmen neu fassen. Die Giganten des Digitalzeitalters sollen nicht länger eingeladen werden, ihre Gewinne dorthin zu verschieben, wo weltweit die niedrigsten Steuern anfallen. Stattdessen müssen sie künftig dort  Steuern zahlen, wo sie wirtschaftlich aktiv sind. Dieses  simple Prinzip wollen US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Staatspräsident Xi  Jinping auf dem G 20-Gipfel  weltweit durchsetzen. Es geht um bis zu 240 Milliarden Dollar, die den Staat durch die meist ganz legalen Tricks nach Schätzung der Industrieländer-Organisation OECD jährlich verloren gehen.

Schäuble skeptisch

Trotz aller guten Absichten aber bestehen Zweifel, ob es  gelingt, die großen Steuerschlupflöcher zu stopfen und den Briefkastenfirmen in Steueroasen das Aus zu bereiten. Selbst Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) äußert sich skeptisch. Er mahnt, dass alle Staaten die Beschlüsse auch umsetzen müssen. „Sonst haben wir nichts anderes als einen eindrucksvollen Stapel produziert“, betont Schäuble. Beispielsweise haben im  US-Kongress führende Vertreter bereits Widerstand angekündigt.

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