Personalpolitik: Dax-Konzerne setzen auf Kinderbetreuung

Städtischen Betriebskita (Kindertagesstätte) Karlsruhe: Zahlreiche Dax-Unternehmen wollen einem Medienbericht zufolge in den nächsten Jahren die Kinderbetreuung deutlich ausbauen. Foto: Uli Deck / Archiv
Städtischen Betriebskita (Kindertagesstätte) Karlsruhe: Zahlreiche Dax-Unternehmen wollen einem Medienbericht zufolge in den nächsten Jahren die Kinderbetreuung deutlich ausbauen. Foto: Uli Deck / Archiv
Berlin –  

Mehr eigene Angebote sowie Belegplätze planen Adidas (von derzeit 12 auf 110), BASF (von 214 auf 394), Beiersdorf (von 56 auf 100), Henkel (von 160 auf 240), Lanxess (von 50 auf 100), SAP (von 220 auf 300) und ThyssenKrupp (von 90 auf 130), berichtet die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf eine Umfrage bei Dax-Konzernen.

Bis 2014 will demnach die Commerzbank das Angebot von 260 auf 340 Plätze ausbauen, beim Autobauer Daimler soll die Zahl von 470 auf 570 Plätze steigen. Bis 2015 will Siemens sein Angebot von aktuell 1100 Plätzen auf 2000 ausweiten.

Konkrete Ziele zum Ausbau von eigenen Angeboten sowie dem Kauf von Belegplätzen haben dem Bericht zufolge auch Linde (von 37 auf mindestens 44 Plätze) und RWE (von 164 auf 290).

BMW plane in München eine neue Betreuungseinrichtung mit mindestens 100 Plätzen, schreibt die Zeitung. Allianz, Bayer, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Infineon, Münchener Rück gaben dem Bericht zufolge an, das Angebot laufend dem Bedarf anpassen zu wollen.

Vom 1. August 2013 an gilt in Deutschland ein Rechtsanspruch auf ein Betreuungsangebot für unter Dreijährige. Allerdings gab es zuletzt Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge eine Betreuungslücke von 220.000 Plätzen. (dpa)