09.12.2011

Preisanstieg: Bahnfahren wird teurer

Bahnfahren wird noch teurer.
Bahnfahren wird noch teurer.
Foto: dapd

Pünktlich zu Weihnachten beschert sich die Deutsche Bahn selbst ein schönes Fest und hebt die Preise am Sonntag um 3,9 Prozent an. Besonders bemerkbar macht sich der Preisanstieg bei Sitzplatz-Reservierungen.

Das Fahren mit der Deutschen Bahn wird ab Sonntag wieder deutlich teurer. Die Normalpreise im Fern- und im Nahverkehr steigen mit dem Fahrplanwechsel im Schnitt um 3,9 Prozent. Auch Wochen, Monats- und Jahreskarten kosten künftig mehr, genauso die Bahncard und viele Pauschaltickets für den Nahverkehr wie das Schöne-Wochenend-Ticket. Die Sparpreise im Fernverkehr bleiben hingegen gleich. Wer seine Tickets für die kommenden drei Monate noch bis Samstag bucht, bekommt diese allerdings zum alten Preis.

Die Preiserhöhung im Detail
REGULÄRE TICKETS

Im Fern- und Nahverkehr steigt der Normalpreis im Schnitt um 3,9 Prozent. Ihn zahlen alle Kunden, die sich nicht für ein Sparangebot im Fernverkehr oder ein Pauschal-Ticket für den Nahverkehr entscheiden. Die Preiserhöhung gilt für Einzelfahrten sowie für Monats-, Wochen- und Jahreskarten.

Deutlich mehr Geld müssen Kunden teilweise auch für Sitzplatz-Reservierungen zahlen, die künftig einen einheitlichen Preis von vier Euro haben. Bei Buchung im Internet kostete die Reservierung bisher nur 2,50 Euro in der zweiten Klasse, im Reisezentrum oder per Telefon war sie mit 4,50 Euro etwas teurer.

Der Vorstand der Bahn für den Personenverkehr, Ulrich Homburg, begründete die Preiserhöhung mit deutlich gestiegenen Personal- und Energiekosten. Er verwies zudem darauf, dass die Bahn ihre Preise im Fernverkehr im vergangenen Jahr nicht angehoben habe. Der Anstieg sei somit „moderat“ ausgefallen.

Kritik an den höheren Preisen übte das Bündnis Bahn für Alle. Seit 2003 summierten sich die Bahn-Preissteigerungen auf über 30 Prozent, während die allgemeinen Preise in dieser Zeit um gerade einmal gut 15 Prozent zugelegt hätten. Während die Bahnfahrer zahlen müssten, setze der Konzern auf Rekordgewinne in Milliardenhöhe: Bahn-Chef Rüdiger Grube „spricht von Börsenfähigkeit und lässt die Fahrgäste dafür blechen“, kritisierte die Verkehrsreferentin der Umweltorganisation Robin Wood, Monika Lege. (afp)

Die zehn größten Fehlplanungen der Bahn

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