Die insolvente Drogeriekette Schlecker wird nach eigenen Angaben wieder ausreichend beliefert. „Die Lieferanten halten ihre Zusagen ein“, sagte ein Sprecher am Freitag in Ehingen bei Ulm. Zuletzt hatte es immer wieder Lücken in den Regalen gegeben. Zeitgleich liefen die Gespräche mit Gläubigern und Belegschaft weiter. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi begrüßten am Freitag die enge Einbindung der Beschäftigten, wie sie in Berlin mitteilten.
Mit Lars Schlecker habe in dieser Woche zum ersten Mal ein Mitglied der Eignerfamilie vor Schlecker-Betriebsräten gesprochen. Das sei ein gutes Signal. Schlecker war am Freitag vor zwei Wochen in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht.
Auch die Tochter Ihr Platz hat Insolvenz angemeldet. Betroffen sind deutschlandweit rund 32.000 Beschäftigte in rund 6000 Filialen.
Verbraucherschützer empfehlen unterdessen eine möglichst rasche Einlösung von Gutscheinen bei Schlecker. Nach Angaben der Geschäftsleitung seien alle Gutscheine auch weiterhin gültig. Sobald jedoch das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet sei, müssten Gutscheine beim Insolvenzverwalter angemeldet werden. (dpa, dapd)

Der Insolvenzverwalter ist bestellt, jetzt beginnt die harte Zeit der Neuordnung von Schlecker. Wir erklären, wie es mit der Kette weitergeht.
