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Siemens: Nokia Siemens baut 160 Stellen in Berlin ab

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Nokia Siemens am Standort Berlin.
Nokia Siemens am Standort Berlin.
Foto: REUTERS

Durch eine bundesweite Restrukturierung von Nokia Siemens werden 160 Arbeitsplätze in Berlin gestrichen. Nun soll eine Transfergesellschaft eingerichtet werden

Der Netzwerkausrüster Nokia Siemens Network (NSN) hat zwar gerade zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte einen nennenswerten Quartalsgewinn verbucht, für die Mitarbeiter des Unternehmens am Standort Berlin gibt es dennoch schlechte Nachrichten: Im Rahmen der bundesweiten Restrukturierung von Nokia Siemens werden 160 Arbeitsplätze von insgesamt rund 1 000 am Standort Berlin gestrichen. Mit dem Betriebsrat sei zunächst vereinbart worden, „den notwendigen Personalabbau zunächst über freiwillige Maßnahmen zu erreichen“, teilte NSN mit.

Angebot für Transfergesellschaft

Dazu will das 2007 von Nokia und Siemens gegründete Gemeinschaftsunternehmen der Mehrzahl der vom Abbau betroffenen Mitarbeiter den Übergang in eine regionale Transfergesellschaft zum 1. Dezember 2012 anbieten. Für die rund
60 betroffenen Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Optical Networks am Standort Siemensdamm sei ein Wechsel in die Transfergesellschaft zum 1. Februar 2013 vorgesehen. Die Transfergesellschaft soll die Mitarbeiter weiter qualifizieren und bei der Suche nach einer Stelle unterstützen.

Das Unternehmen nannte dieses Angebot „die aus unserer Sicht sozialverträglichste Lösung“. Für den Fall, dass es nicht genügend Freiwillige gibt, müssten „betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden, was wir gerne vermeiden möchten,“ sagte NSN-Arbeitsdirektor Olaf Horsthemke.

Überraschende Entscheidung

Der Abbau der Stellen kommt überraschend. Zwar hatte das angeschlagene Unternehmen vor etwa einem Jahr beschlossen, weltweit 17 000 von damals über 70 000 Stellen abzubauen, darunter 2 900 in Deutschland. Berlin blieb – im Gegensatz zu anderen Standorten im Osten – davon ausgenommen. Das hat sich nun geändert.
Die Berliner IG Metall betonte, man habe das Unternehmen immerhin in Verhandlungen davon abbringen können, gleich betriebsbedingte Kündigungen in Berlin auszusprechen. Klaus Abel, 2. Bevollmächtigter der Gewerkschaft, sagte, Nokia Siemens müsse sich verstärkt um marktfähige Produkte kümmern. Ohne einen nachhaltigen Geschäftsplan werde es keine Gesundung des Unternehmens geben.

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