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Tourismus: Berliner Hotels sind besser ausgelastet

Berlins erste Adresse: Das Adlon am Pariser Platz

Berlins erste Adresse: Das Adlon am Pariser Platz

Innerhalb der letzten Jahre ist in Berlin das Bettenangebot in der Hotelbranche fast um das Doppelte gestiegen – von 69.100 auf mehr als 131.000. Die Nachfrage stieg sogar noch schneller als das Angebot, was zu einer höheren Auslastung der Hotels und höheren Erlösen für die Betreiber pro Zimmer führte.

Und der Boom ist noch nicht zu Ende, schätzt die in Berlin ansässige Firma TLG Immobilien ein: Berlin könne weitere Hotel-Neubauten vertragen, da die Zahl der Touristen und Gäste immer noch steige, sagte TLG-Vorstandsmitglied Niclas Karoff am Donnerstag bei der Vorstellung einer Studie zu Gewerbeimmobilien in der Hauptstadt und in Ostdeutschland. Der Hotelmarkt in Berlin sei mittlerweile nach Paris und London der drittgrößte in Europa.

Generell sei der Markt der Berliner Gewerbeimmobilien – Büros, Einzelhandelsflächen, Hotels – für Investoren sehr interessant. Laut TLG wurden allein im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Euro bei Transaktionen in diesem Bereich umgesetzt. Das ist ein Viertel mehr als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Das meiste Geld wurde mit 1,6 Milliarden Euro in den Kauf von Büroimmobilien investiert. Weitere 1,3 Milliarden Euro flossen in den Erwerb von Einzelhandelsflächen.

Nachfrage nach Büroimmobilien steigt

Wegen der guten konjunkturellen Entwicklung – Berlin erreichte von 2005 bis 2013 unter allen Bundesländern das höchste Wirtschaftswachstum – und insbesondere wegen des expandierenden Dienstleistungssektors steigt laut TLG auch die Nachfrage nach Büroimmobilien weiter, was auch zu höheren Preisen führt. Die höchsten Mieten für Büros müssen demnach in Top-Lagen der City-Ost mit dem Alexanderplatz, am Potsdamer Platz/Leipziger Platz sowie am Hauptbahnhof gezahlt werden. Im Einzelhandel gab es insbesondere bei Flächen über 150 Quadratmeter in Top-Lagen starke Preissprünge von knapp 40 Prozent binnen Jahresfrist.

TLG-Vorstand Karoff nannte als Boom-Gebiete der kommenden Jahre die City-West mit dem Kudamm und bis hin zum Ernst-Reuter-Platz sowie die Europacity am Hauptbahnhof. Ebenfalls gute Entwicklungschancen räumte er der südlichen Friedrichstraße Richtung Checkpoint Charlie ein.