09.12.2011

Unwetterschäden: Schlimmer als Katrina

Von Peter Kirnich
Hurrican Katrina richtete 2005 im Südosten der USA große Schäden an.
Hurrican Katrina richtete 2005 im Südosten der USA große Schäden an.
Foto: dpa

Naturkatastrophen werden immer häufiger, heftiger und unberechenbarer. Damit wächst auch das Risiko für Versicherer, die die Schäden am Ende bezahlen müssen.

Lange Zeit galt das Geschäftsmodell eines Rückversicherers als hochprofitabel. Das beweist allein ein Blick in die Historie des Branchenführers Munich Re: Als der Konzern für 2003 einen Verlust vermelden musste, sorgte das für Aufsehen. Munich Re und Verlust – das passte einfach nicht zusammen. Schließlich hatte der Konzern zuvor das letzte Mal 1906 schwarze Zahlen präsentieren müssen.

Naturkatastrophen werden immer heftiger - und teurer

Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Naturkatastrophen, gegen die man sich bei Munich Re versichern kann, werden häufiger, heftiger und unberechenbarer. 2005 war es der Wirbelsturm Katrina, der New Orleans überflutet hatte und die Versicherer weltweit 62 Milliarden Euro kostete. In diesem Jahr könnte der Schaden noch größer werden. Allein für Munich Re summieren sich bisher die Kosten durch Tsunami, Erdbeben und Überschwemmungen in Japan, Australien und Neuseeland auf 4,1 Milliarden, mehr als 2005 durch Katrina.

Der Kurs der Aktie startete am Donnerstag deutlich im Plus, schloss dann aber mit 1,5 Prozent im Minus. Der Konzern rechnet für 2011 nun auch noch mit 500 Millionen Euro Schaden durch das Hochwasser in Thailand. Das ließ den erwarteten Jahresüberschuss weiter schmelzen. Munich Re rechnet dennoch mit einem Gewinn – vorausgesetzt, die Natur hält sich an die Vorgaben aus München.

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