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Vergleichsportal im Internet geplant: Kassen sollen Zusatzbeiträge offenlegen

Was kostet den Verbraucher welche Kasse? Die Koalition will die Transparenz darüber erhöhen.

Was kostet den Verbraucher welche Kasse? Die Koalition will die Transparenz darüber erhöhen.

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dpa

Die große Koalition will die Krankenkassen zwingen, über die Zusatzbeiträge mit maximaler Transparenz zu informieren. Künftig muss der Spitzenverband der Kassen im Internet ein Vergleichsportal betreiben, aus dem hervorgeht, welche Krankenkasse einen Zusatzbeitrag in welcher Höhe erhebt. Das geht aus Änderungsanträgen der Koalitionsfraktionen zum laufenden Gesetzesvorhaben hervor, die der Berliner Zeitung vorliegen. Außerdem werden die Kassen verpflichtet, ihre Versicherten per Brief zu informieren, wenn sie erstmals einen Zusatzbeitrag einführen oder ihn anheben. Die bisher übliche, allgemeine Information in der Mitgliederzeitschrift der Krankenkasse reicht damit nicht mehr aus.

Außerdem muss in dem gesonderten Schreiben an die Versicherten auf das Vergleichsportal des Spitzenverbandes und auf das Kündigungsrecht hingewiesen werden. Darüber hinaus ist vorgeschrieben, dass die Kasse in dem Brief den durchschnittlichen Zusatzbeitrag aller Krankenkassen nennt. Ist der eigene Zusatzbeitrag höher, muss die Kasse ihre Versicherten auf die Möglichkeit hinweisen, in eine günstigere Kasse zu wechseln.

Kopfpauschale wird abgeschafft

Die Koalition plant einen umfangreichen Umbau des bisherigen Beitragssystems. Damit erhalten die Kassen wieder das Recht, die Beitragssätze selber zu bestimmen. Der unter der schwarz-gelben Koalition eingeführte Zusatzbeitrag in Euro und Cent („Kopfpauschale“) wird abgeschafft. Der neue Zusatzbeitrag ist einkommensbezogen, er wird also in Prozent ausgedrückt.

Obwohl die Kassen und der Gesundheitsfonds derzeit noch über Rücklagen in zweistelliger Milliardenhöhe verfügen, gehen Experten davon aus, dass einige Kassen bereits im kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag erheben müssen. Spätestens 2016 dürfte das flächendeckend der Fall sein. Gerechnet wird dann mit einem Zusatzbeitrag von rund zwei Prozent. Die Rücklagen der Krankenversicherung schmelzen zusammen, weil die Kosten unter anderem wegen hoher Arzneimittelausgaben schneller steigen als die Einnahmen. Diese Entwicklung geht allein zulasten der Versicherten, da der Beitrag der Arbeitgeber eingefroren wurde.



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