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Studie zu männlichen Genitalien : Penisgröße ist doch wichtig

Der Inbegriff des attraktiven Nackten: Michelangelos David.
Der Inbegriff des attraktiven Nackten: Michelangelos David.
Foto: picture-alliance

In einer Studie bewerten Frauen die Attraktivität von nackten Männern. Dabei machen die Forscher eine erstaunliche Erkenntnis: Frauen achten bei der Wahl ihres Sexualpartners in starkem Maße auf die Penislänge.

In früheren Zeiten der menschlichen Evolution boten die unbekleideten, aufrechtgehenden Männer auch einen freien Blick auf die Genitalien. Das könnte für die Frauen bei der Wahl des Sexualpartners eine Rolle gespielt und dazu geführt haben, dass sich beim Menschen ein vergleichsweise großer Penis entwickelt hat. Unterstützt wird diese Annahme nun durch die Ergebnisse einer Studie im Fachjournal PNAS. Demnach achten Frauen bei der Beurteilung der Attraktivität nackter männlicher Körper neben der Statur in starkem Maße auch auf die Penislänge.

„Unsere Ergebnisse stehen im Widerspruch zur Behauptung, die Penisgröße sei für die meisten Frauen unwichtig“, schreiben Brian Mautz von der Australian National University in Canberra und seine Kollegen. Für die neue Studie erzeugten sie durch ein Computerprogramm Bilder nackter männlicher Figuren und projizierten diese in Lebensgröße an eine Wand. Die Körper unterschieden sich in drei Merkmalen: Körpergröße (1,63 bis 1,87 Meter), Verhältnis zwischen Schulter- und Hüftweite sowie Länge des schlaffen Penis (5 bis 13 Zentimeter). Der längste Penis hatte gegenüber dem kürzesten auch einen um 1,2 Zentimeter größeren Durchmesser. Dazu erhielten 105 Frauen die Aufgabe, die Projektionen nach ihrer Attraktivität zu bewerten. Dass es dabei um die Penisgröße ging, wussten die Frauen nicht.

Effekt abhängig von Körperbau

Das Ergebnis: Je größer der Penis, desto attraktiver der Mann – allerdings nur bis zu einer Penislänge von 7,6 Zentimetern. Das Ausmaß dieses Effekts war zudem abhängig vom Körperbau. Er verstärkte sich bei großen Männern und solchen mit breiten Schultern und schmaler Hüfte. Falls die Frauen in der Frühzeit der menschlichen Evolution bevorzugt Männer mit großen Genitalien als Sexualpartner gewählt hatten, könnten sie dadurch die Entwicklung eines im Vergleich mit anderen Primaten größeren Penis angetrieben haben. (wsa)

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