Die Kraft des Bremsfußes wird durch den Hauptbremszylinder in hydraulischen Druck übersetzt, der sich über Bremsleitungen zu den Bremsen fortpflanzt, wo Bremsbeläge gegen Scheiben oder Trommeln gepresst werden. Dabei werden Leistungen frei, die das drei- bis vierfache der Motorleistung betragen können. Diese Leistung erbringen die Bremsbeläge nur unter Selbstaufopferung, womit wir zum Kern der Sache kommen. Ein Bremsbelag besteht aus dem eigentlichen Belagmaterial und dem Belagträger, der aus Stahl besteht. Im Laufe des Betriebes nutzt sich die Belagschicht langsam ab, hält unter normalen Fahrbedingungen an der Vorderachse etwa 40 000 Kilometer, an der Hinterachse doppelt so lange. Diese Werte hängen sehr stark vom Auto und der Fahrweise ab. Wenn der Belag auf dem Belagträger völlig abgenutzt ist, bremst das Auto zwar immer noch, aber sehr schwach und vor allem geräuschvoll. Das Bremsen mit "Eisen auf Eisen" ist im Innern des Autos mit einem typischen "Knirschen" hörbar. Dabei wird die Bremsscheibe regelrecht abgefräst, wird immer dünner und bricht schließlich. In diesem Moment ist die Bremskraft gleich null. So weit kommt es fast nie, weil es Warnlämpchen für zu großen Belagverschleiß gibt und jeder weiß, dass das Eisen-auf-Eisen-Bremsen die Reparaturkosten explodieren lässt.Der Autor ist Maschinenbauingenieur, leidenschaftlicher Hobbyschrauber und "Autopapst" von Radio Eins.