Schwarzer Sonntag für die beiden Top-Teams des Spandauer Fußballs: Der Regionalligist SSV verlor bei Sachsen Leipzig mit 1:3. Verbandsligist SBC unterlag dem Berliner AK mit 1:2 und kann seine Hoffnungen auf den Aufstieg in die Oberliga wohl endgültig begraben."Der Zug wird ohne uns abfahren", war die erste Reaktion von SBC-Chef und Trainer Gerd Achterberg nach der Niederlage im Wedding. "Der Schiedsrichter hat sich heute dem schwachen Niveau angepaßt", so Achterberg weiter. Tatsächlich machte der Mann an der Pfeife, Christian Ehrecke vom SC Gatow, nicht immer eine glückliche Figur. Schuld an der SBC-Niederlage hatte er jedoch nicht.Die durften sich die Ziegelhofer nämlich selbst zuzuschreiben. Zwar erspielten sie sich von Beginn an eine leichte Feldüberlegenheit, doch waren sie spätestens an der Strafraumgrenze mit ihrem Latein am Ende. Die Gastgeber machten den Spandauern mit ihrer engen Deckung und exzellenten Raumaufteilung im Mittelfeld das Leben schwer. Die Achterberg-Truppe spielte - wie bereits beim 0:1 im Hinspiel vor einem halben Jahr - zu ideenlos, um den Abwehr-Riegel ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Die torgefährlicher wirkenden Weddinger gingen in der 28. Minute in Führung. Jost Biechele nutzte einen schweren Schnitzer von Stephen Herdsman zum 1:0. Der US-Boy hatte beim Versuch, den Ball wegzuschlagen, ein "Luftloch" getreten. Der SBC hatte in der ersten Hälfte lediglich eine Chance durch Andreas Schiemann, der mit einem Kopfball das BAK-Tor lediglich knapp verfehlte.Nach dem Wechsel verstärkte der SBC seine Angriffsbemühungen. Achterberg beorderte Schiemann mit in die Spitze. Chancen blieben allerdings weiter Mangelware. Als Oliver Glöden in der 57. Minute im Bak-Strafraum zu Fall kam, forderte der SBC-Coach vehement einen Strafstoß, doch ließ Ehrecke weiterspielen. Fünf Minuten später die Vorentscheidung durch Marco Lukowicz: Der Ex-SSVer ließ mit einem Flachschuß SBC-Keeper Bernd Stieler keine Chance. Nach dem Anschlußtreffer durch Schiemann (67.) keimte zwar noch einmal Hoffnung, doch brachten die Weddinger den Vorsprung geschickt über die Zeit.Der SSV sah bei Sachsen Leipzig lange wie ein sicherer Punktgewinner aus. Denn bis zur 84. Minute hielt die Elf von Trainer Eckhard Düwiger ein 1:1. Maik Eidtner hatte die Pausenführung der Sachsen in der 48. Minute egalisiert. 240 Sekunden nach dem 2:1 erhöhte Leipzig sogar noch auf 3:1. +++