Am 10. November 2011, sechs Tage nach der Entdeckung der beiden toten Rechts-Terroristen Uwe Bönhardt und Uwe Mundlos und zwei Tage, nachdem sich ihre mutmaßliche Komplizin Beate Zschäpe der Polizei gestellt hatte, erging im Bundesamt für Verfassungsschutz Weisung, die Akten von sieben V-Leuten aus dem rechtsextremen Thüringer Milieu zu schreddern: „Die letzte Akte vernichtete man offiziell am 4. Juli 2012. Bis dahin hat man allein im Bundesamt 310 Akten geschreddert, mithin Tausende von Dokumenten zerstört.“ So schildern es die beiden Journalisten Stefan Aust und Dirk Laabs in ihrem vor einigen Monaten erschienenen Buch „Heimatschutz“, in dem sie auf 864 Seiten das irrwitzige Versagen der Sicherheitsbehörden bei der Aufklärung der mörderischen Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) akribisch beschreiben. Das Bundesamt benötigte ein Jahr, bis es die Vernichtungsaktion eingestand.

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