Frisch restauriert und poliert, wird die Weltzeituhr schon in ein paar Tagen den Berlinern und Touristen auf dem Alexanderplatz wieder zeigen, was die Stunde geschlagen hat. Die Leute um Restaurator Hans-Joachim Kunsch montieren bereits die ersten Aluminiumplatten. Ende kommender Woche soll der 16 Tonnen schwere Stahlkoloß komplett sein. Mit glänzenden, weil frisch vergoldeten Stundenzahlen. Neu sind auch 20 Städtenamen, die per Laser aus den Blechen herausgeschnitten wurden. Denn einige Weltstädte wurden beim Bau der Uhr vor fast 30 Jahren schlicht vergessen (Oslo) oder wurden bewußt von der DDR-Führung aus politischen Gründen nicht berücksichtigt (Jerusalem, Kapstadt). Diese Fehler wurden nun von den Restauratoren ausgemerzt. Außerdem hat sich für manche Stadt die Zeitzone geändert. Galt für Kiew bis zur Auflösung der Sowjetunion Moskauer Zeit, so hat sich für die ukrainische Hauptstadt nun die Zeitdifferenz gegenüber Berlin um eine Stunde verringert. Die Schönheitskur für das Berliner Wahrzeichen kostet 350 000 Mark. Die Restauratoren haben auch den Antrieb überholt und verschlissene Teile ausgetauscht. (ua.)