300 Studenten und 26 Topagenturen trafen sich zum Werbekongreß 1999: "Kreative Wege aus der Krise"

Jährlich melden unzählige Unternehmen den Konkurs an. Immer wieder schmücken kleine und große Skandale die Titelseiten deutscher Zeitungen. Der geneigte Leser mag sich darüber amüsieren oder gar echauffieren, für die Betroffenen können solche Skandale jedoch verheerende Folgen haben. Dies gilt besonders für die Wirtschaft, wo kleinste Veränderungen oder Neuerungen sehr genau in die Waagschale gelegt werden. Und da kann es schnell mal kriseln.Achter Kongreß an Berliner HDK "Krisengeschüttelt Nicht gerührt" war dann auch das Thema des diesjährigen Werbekongresses, der vom 17. Juni bis zum 19. Juni dieses Jahres zum achten Mal an der Hochschule der Künste (HDK) in Berlin tagte.Dreihundert Studenten aus den Bereichen Werbung, Kommunikation, Medien und Grafik suchten mit der Hilfe von 26 Topagenturen aus ganz Deutschland "kreative Wege aus der Krise". Aufbauend auf die Vorträge namhafter Referenten beispielsweise unter dem Titel "Wenn nichts mehr hilft, hilft Werbung nichts" sollten die Teams innerhalb eines einzigen Tages eine komplette Kampagne vom Briefing bis zur Präsentation ausarbeiten. Eine unabhängige fachkompetente Jury traf dann eine Auswahl der besten Arbeiten, die am Samstag auf der Workshop-Präsentation um den Berliner Junioren-Werbepreis wetteiferten.Die Hochschule der Künste gilt als eine der renommiertesten Ausbildungsstätten Deutschlands für die Werber von morgen. Und so wird die Veranstaltung auch als wichtigstes Event für den deutschen Werbenachwuchs gehandelt. Auf der Suche nach JungtalentenNicht nur, daß die professionellen Werber hochzufrieden, ja geradezu begeistert waren über die Qualität der Arbeiten, sie erhofften sich auch dieses Jahr wieder, "hochkarätige Jungtalente zu entdecken". Nachwuchsrecruiting sei hier das Stichwort, denn schon so mancher Studi hat mit dem Werbekongreß eine schillernde Karriere eingeläutet. Und auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, dürfte der Werbekongreß für den einen oder anderen Schüler interessant sein, denn auf dem Messetag hat jeder die Möglichkeit die Agenturen mal "hautnah zu beäugeln" und vielleicht sogar ein Praktikum zu "ergattern". Auf alle Fälle läßt sich festhalten: Kreativität liegt in der Luft. (Jasmin Rocha, 11. Jahrgang, Rükkert-Gymnasium)