Österreichische Polizisten haben am Dienstag einen Mann aus Berlin festgenommen, der nach eigenen Angaben eine Prostituierte in Dresden getötet hat. Jetzt wird geprüft, ob der 33jährige auch für den Tod einer 16jährigen Prostituierten in der Hauptstadt verantwortlich ist.Nach Angaben der Beamten hat Horst-Ingo Schm. gestanden, in der Nacht zum vergangenen Sonnabend im Dresdener Hotel "Königstein" an der Prager Straße die 20jährige Prostituierte Suzi Z. aus der Slowakei getötet zu haben.Die gelernte Floristin hatte in Dresdner Zeitungen unter ihrem Künstlernamen "Angelique" ihre Dienste angeboten. Am vergangenen Sonnabend war sie von dem 33jährigen Berliner in dessen Hotelzimmer bestellt worden. Nach ersten Ermittlungen fesselte der Täter die 20jährige Mutter eines Sohnes ans Bett und tötete sie mit einem Stich ins Herz. Danach verschwand er aus dem Hotel. Die vermutliche Tatwaffe - ein 26 Zentimeter langes Fahrtenmesser - fanden die Beamten bei der Festnahme von Schm. In seinem Gepäck lagen außerdem eine Gaspistole samt Munition, Handschellen und blutbefleckte Oberbekleidung.Nach Horst-Ingo Schm. wurde seit Tagen bundesweit gefahndet. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Luckenwalde wegen schwerer Körperverletzung vor. Er wurde gefaßt, nachdem die bayerische Grenzpolizei am Dienstag nachmittag österreichische Kollegen um Hilfe bei der Festnahme des Mannes gebeten hatte. Die bayerischen Beamten vermuteten nach einen Tip, den sie erhalten hatten, daß der Mann ins Nachbarland geflüchtet war. Kurz darauf wurde Schm. nahe Großgmain im Salzburger Land gesehen. Ein österreichischer Polizist, der zudem noch Staatsmeister im Ringen ist, überwältigte den Berliner. Seit der Festnahme des 33jährigen prüft die Berliner Polizei, ob Schm. auch für das Tötungsverbrechen an der 16jährigen Prostituierten Anna Molnarova verantwortlich ist. Die Slowakin war in der Nacht zum vergangenen Donnerstag mit mehreren Messerstichen an der Lützowstraße in Tiergarten aufgefunden worden. Wie der Leiter der 7. Mordkommission, Thomas Scherhant, sagte, würden Berliner und Dresdner Ermittler seit dem Prostituiertenmord in der sächsischen Hauptstadt in engem Kontakt stehen. Scherhant schließt nicht aus, daß beide Verbrechen von ein und demselben Täter begangen worden sind. Schm. soll schon eine Haftstrafe wegen versuchten Mordes verbüßt haben. +++