Fast 35 Jahre nach dem verheerenden Bombenanschlag auf das Münchener Oktoberfest hält die Bundesregierung noch immer Informationen zum Umfeld des bei dem Attentat getöteten Rechtsterroristen zurück. Dies betrifft insbesondere Akten zu V-Leuten und Kontaktpersonen von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst. Informationen dazu finden sich aber möglicherweise auch in Stasi-Akten, die noch unter Verschluss liegen.
Die Bundestags-Fraktionen der Grünen und Linken hatten in den vergangenen Jahren wiederholt Anfragen an die Bundesregierung gerichtet, in denen es auch um das Agieren von Geheimdienstagenten in der Umgebung des Attentäters Gundolf Köhler ging. Die Regierung blockte dies jedoch stets mit der Begründung ab, dass die Offenlegung solcher Informationen „das Wohl des Bundes oder eines Landes gefährden“ könne. Jetzt wollen die Grünen mit Hilfe des Bundesverfassungsgerichts die Regierung zur Herausgabe von Informationen zum Oktoberfestattentat zwingen.

13 Menschen starben

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.