49 Wohnblocks erhalten eine zusätzliche Etage CHARLOTTENBURG: Dachgeschoßaufbau in der Hertz- Siedlung beginnt

Fllr 109 Millionen Mark wird die Firma Kampa 49 Häuserblocks in der Paul-Hertz-Siedlung aufstocken (die Berliner Zeitung berichtete). Das Mindener Unternehmen hat den Zuschlag dafür von der Genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaft (Gewobag) und der Senatsbauverwaltung erhalten. Bis Ende 1996 entstehen 450 neue Dachgeschoßwohnungen.Dem Projekt sind jahrelange Querelen vorausgegangen: Die Mieter der Siedlung hatten sich vehement g~gen die Aufstockung aHer Häuser um eine Etage gewehrt. Im September 1991 sollten dennoch von der dänischen Firma CMBEA zunächst 30 Pilotwohnungen ausgebaut werden."Alle negativen Befürchtungen der Mieter sind damals eingetroffen", sagt Claus Dyckhoff (SPD), Stadtrat für Bau- und Wohnungswesen. "Schließlich hat sich die Bauverwaltung von dem Vorhaben distanziert." Dann wurden der Technische Leiter der Gewobag und der Baubetrieb gewechselt. Die Firma Kampa hatte 1992 ein Pilotprojekt zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten durchgeführt. Horst Mauruschat von der Mieterinitiative der Paul-Hertz-Siedlung: "Die Gesellschaft hat ihr Versprechen eirigehalten. Es wurde mieterschonend gebaut." Heinz-Jürgen Dräger, Technischer Leiter der Gewobag, versichert, daß das so bleiben solle. "Von Mitte Februar bis Ende November 1994 werden 160 Dachgeschoßwohnungen ausgebaut. Alle Mieter werden ständig von uns über den Ablauf der Bauvorhaben informiert. Bis 1996 entstehen dann nochmals rund 200 Wohnungen." Isabel Daniel