Der gestürzte ägyptische Präsident Mohammed Mursi und seine Muslimbruderschaft müssen sich möglicherweise wegen Spionage verantworten. Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben entsprechende Vorwürfe. Neben Spionage gehe es auch um den Verdacht weiterer Straftaten, teilte die Behörde am Wochenende in Kairo mit. Zuvor hatten unter anderem Deutschland und die USA eine Freilassung Mursis gefordert. Die Islamisten kündigten für diesen Montag neue Massenproteste im ganzen Land an. Armeechef General Abdel Fattah al-Sisi bekräftigte, dass sich die Streitkräfte künftig auf ihre Kernaufgaben beschränken wollten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden derzeit Verdachtsmomente gegen Mursi geprüft wie „Zusammenarbeit mit ausländischen Agenturen zum Zwecke der Schädigung nationaler Interessen, Anstiftung zum Mord an friedlichen Demonstranten, Angriffe gegen Militäreinrichtungen und Schädigung der Volkswirtschaft“. Weiter wurden die Vorwürfe nicht erläutert. Mursi wird derzeit vom Militär ohne formelle Anklage festgehalten.

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