Vorweg sei eine Legende begraben: Die Sache mit der Washington Post war nicht Erich Böhmes Idee. Gut, er hat es gesagt an diesem 2. November 1990, als er sich der Redaktion der Berliner Zeitung als neuer Herausgeber vorstellte. Aber die Redakteure haben ihm diesen Wunsch für die Zukunft ihres Blattes nahe gelegt. Geschickt hatten sie ein Interview mit dem damaligen Chef des amerikanischen Blattes in der Berliner Zeitung platziert, am 1. November 1990. Just einen Tag bevor Erich Böhme aus Hamburg anreiste. Der nahm den Ball auf. Washington Post also. Das hörte sich nach gut geschriebenen Reportagen, aufwühlenden Recherchen und provokanter Meinung an. So jedenfalls dachte es sich Böhme. In der Medienöffentlichkeit garantierte es der Berliner Zeitung Aufmerksamkeit. Auch wenn der Spiegel im März 1991 spöttelte: "Das Ziel ist reichlich hoch gesteckt".Der Alltag von Erich Böhme hatte allerdings mit Washington Post recht wenig gemein. Als er im November 1990 an den Berliner Alexanderplatz kam, fand er Journalisten vor, die alles neu zu lernen hatten, Recherche, Reportage. Die gelernt hatten, sich zwischen den Zeilen auszudrücken und mehr versteckten als sie offen legten. Die diese neuen Verhältnisse nicht gewollt hatten. Böhme sah das - und sah es nicht. Er ging ja selbst durch die deutsch-deutsche Metamorphose. Noch wenige Monate zuvor hatte er im Spiegel geschrieben: "Ich will nicht wiedervereinigt werden".Es trafen sich also eine Redaktion, die den besseren Sozialismus wollte und ein Blattmacher, der gut mit zwei deutschen Staaten hätte weiterleben können. Beide mussten Abschied nehmen.Erich Böhme verachtete die ehemals treuen SED-Journalisten nicht. Er hatte Respekt vor einer Kollegenschar, die sich gerade unter vielen Schmerzen selbst durch die Wendezeit gelotst hatte. Böhme war nichts Menschliches fremd. Und zum Menschlichen gehörte für ihn auch Anpassung. Deshalb war er milde. Zu milde vielleicht. Er hielt es mit Willy Brandt und wollte den Wandel durch Annäherung. Böhme war stets stolz darauf, niemanden aus politischen Gründen entlassen zu haben. Einige Redakteure verschwanden irgendwie: manche in Abteilungen, in denen sie nicht mehr schreiben mussten, manche ganz. Einer versteckte sich hinter einem Pseudonym.Ganz anders die Westdeutschen, junge Kollegen, die Böhme mitbrachte. Keiner sagte das damals so deutlich - aber natürlich entsprang ihre gute Laune, ihr Elan auch dem Gefühl, auf der richtigen, wenn man so will, auf der Siegerseite der Geschichte zu stehen. Sie hatten kein Problem, ihre Meinung zu sagen. Sie kommentierten die Verhältnisse fröhlich und schalten den Osten von Herzen. Skrupel, Rücksichtnahme oder auch nur Freundlichkeit waren vielen fremd. Bis, aber das war Jahre später, nicht mehr zu übersehen war, wie viel DDR eigentlich in der alten Bundesrepublik steckte. Seit die Sozialkassen leer sind, werden Versorgungsmentalität und Staatshörigkeit nicht mehr nur östlich der ehemaligen Grenze vermutet. Und der politische Ost-West Konflikt, der Streit um die Mentalitäten, zeigt sich deutlich entschärft.Erich Böhmes Milde gegen die Ost-Kollegen im Jahr 1990 hatte auch einen durchaus kommerziellen Aspekt. Er dachte an die Zeitung und ihre damals mehr als 400 000 Abonnenten - alle im Osten. Böhme erahnte die Mentalität seiner Leser. Als erfahrener Blattmacher wollte er die Zeitung nicht nur mit Westdeutschen und Widerständlern aus der DDR machen. Böhme wollte nicht mit einer Entermannschaft die Redaktion übernehmen. Also erfand er den "Spagat". Der Spagat ging von Ost nach West. Böhme wusste, dass er Leute brauchte, die so schreiben, wie es die Ostleser verstehen, die sich auskennen in den Ostberliner Kiezen und die die Probleme der Menschen ernst nehmen, weil es ihre eigenen sind. Sein Angebot an die Westleser waren junge Reporter und Redakteure, die er von den Journalistenschulen holte oder von Westzeitungen einkaufte.Der Rest sollte von alleine gehen. "Geben Sie uns ein Jahr!" forderte Böhme in einem Interview im November 1990. Nach einem Jahr aber war die Berliner Zeitung immer noch ein Ostblatt, von Ostlern gelesen. Der Westen blieb bei Tagesspiegel, Morgenpost, taz. Ossis und Wessis fremdelten sehr, draußen im Land und in der Redaktion. Die Zeit-Journalistin Viola Roggenkamp beschreibt in einer Reportage im Juni 1991 eine Szene im Aufzug des Berliner Verlages:Die Türen schließen sich. Vierzehnter Stock. Zwei Frauen kommen hinzu. "Du bist doch auch aus dem Westen, oder?" flüstert die eine. Die andere nickt. Zweiter Stock: Ein Mann und eine Frau steigen aus. "Und dauernd kriegt man zu hören: Dies ist falsch und das ist falsch. Na ja. Wer weiß, wann unsereins rausfliegt."Es flogen nur wenige raus. Vor allem diejenigen mit unleugbarer Stasi-Akte. Derweil mühte sich die Redaktion mit dem Zusammenwachsen. Besserwessis und Jammerossis standen sich gegenüber, beide kaum fähig zur Selbstreflexion. Man war mitten drin in einem Umbruch, der für das Jahrhundert einmalig war. Doch portioniert in täglich einer neuen Zeitung wurde das Erhebende oft zur Qual. Der Streit wurde öffentlich geführt. Provozierend, mit verteilten Rollen. Mitte der 90er-Jahre schrieben in einer Kolumne West- und Ostredakteure unter dem Titel "Besserossis und Jammerwessis" über ihr Verhältnis zu- oder gegeneinander. Nicht selten gab es Tränen.Es war die Zeit, als draußen im Land über gleichen Lohn für gleiche Arbeit gestritten wurde, in der die Betriebe im Osten reihenweise geschleift wurden, die PDS-Leute als "rote Socken" beschimpft und trotzdem oder gerade deshalb gewählt wurden und fast täglich neue Stasi-Akten von Politikern auftauchten. Die Berliner Zeitung hat sich nach Kräften an den Recherchen beteiligt. Mit Duldung von Erich Böhme, nicht unbedingt mit seiner begeisterten Zustimmung. Böhme hat sich früh für eine Vernichtung der Stasi-Akten ausgesprochen. "Akten in die Spree!", hieß das bei ihm. Es war eine schnelle und bittere Zeit. Die Menschen und damit die Leser der Berliner Zeitung bewegten oft ganz andere, scheinbar kleine Fragen: Soll ich eine Lebensversicherung abschließen? Gilt mein Berufsabschluss noch? Was ist ein Bausparvertrag? Wann bekommt man Sozialhilfe? "Komm mit DDR, wir gehen nach Deutschland" - so lautete ein Wandspruch am Haus des früheren ZK in diesen Jahren. Freundlich, hilfreich, kritisch begleitend, so ungefähr haben Erich Böhme und Chefredakteur Hans Eggert die Zeitung auch gesehen.Hans Eggert ist Ostdeutscher mit Parteibiografie. Keiner, der vor dem Oktober 1989 gegen das Regime demonstriert hätte, keiner, der Anzug trug. Einer aus der Mitte der SED-Republik. Aber Hans Eggert hatte einen unschätzbaren Vorzug, ohne den die Zeitung nicht hätte werden können, was sie ist: Er mochte die Wessis. Und wenn sie gute Journalisten waren, hat er sie nach Kräften gefördert. Er hat Karrieren begründet, die bis heute halten. Er war neugierig und schaute nach vorn - auch um den Preis der Verdrängung eigener Geschichte. Aber er war sich dessen bewusst und nie erlag er der Versuchung, gemeinsam mit seinen Ostkollegen das Ressentiment gegen die Wessis zu pflegen.Hans Eggert wollte eine Zeitung für "seine Leute" machen. Und das waren in erster Linie die kleinen Leute. So lernte die Redaktion Erna Krause kennen. Erna Krause nahm an jeder Redaktionssitzung teil, sie urteilte über jeden Text, über jede Idee. "Das interessiert Erna Krause nicht", "das versteht Erna Krause nicht". Je nach Lage zitierte der Chefredakteur seine Nachbarin, von der die Redaktion nie in Erfahrung brachte, ob es sie wirklich gab. Hans Eggert liebte die Leser und gab sein Bestes.Die Leser waren anstrengend in diesen ersten Jahren nach der Wende. Sie wollten alles - und das Gegenteil stets noch dazu. Sie lebten und durchlebten den Umbruch mit ihrer Zeitung. Sie waren so wenig einer Meinung wie die Redakteure. Sie wollten Aufklärung, aber keine Provokation. Hans Eggert kannte seine Leser und hatte noch viel vor mit der Berliner Zeitung. Doch da hatten die Verlagschefs in Hamburg schon anders entschieden. Eggert war ihnen nicht visionär genug."Wer ein Gespür für das Zeitgeschehen hat, der weiß, dass nicht nur die DDR und der Ostblock verschwunden sind, sondern dass auch das alte westdeutsche Modell ein Auslaufmodell ist. Berlin ist der Entwicklungsstandort Deutschlands, und dafür wollen wir eine Zeitung machen."Nicht mehr aber auch nicht weniger hatte Michael Maier, der neue Chefredakteur vor. Er kam 1996. Er hatte aus Österreich auf Berlin und das wiedervereinigte Deutschland geschaut und wahrscheinlich mehr begriffen als alle, die mittendrin waren. 1996 regierte in Deutschland immer noch Helmut Kohl. Man sprach von dessen Versprechen auf blühende Landschaften mit Häme. Längst hatten alle Zweifel, ob der Osten je auf Westniveau zu bringen sein würde. In der Berliner Zeitung herrschte zwischen Ost und West Funkstille. Die einen hatten ihren ersten Schmerz über die Einheit verwunden, anderen war die Euphorie verflogen. Die Feuilletons wähnten eine neue, die "Berliner Republik". Berlin, von der CDU regiert, war größenwahnsinnig. Es wollte auch Regierungssitz werden, Prognosen fantasierten von bis zu zehn Millionen Menschen, die bis zum Ende des Jahrhunderts in der und um die Stadt leben sollten. Sie wollte New York und Moskau zugleich sein. Der 38-jährige Österreicher Michael Maier wollte nichts mehr wissen vom "Spagat" von Ost nach West. Angenommen, er hätte Rücksichten nehmen wollen - er hätte nicht einmal gewusst worauf.Maier verordnete der Zeitung eine Radikalkur. Farbe. Neue Schriften. Neue Gestaltung. Entworfen von einem Amerikaner. Maier war verrückt. Kein so genannter seriöser Chefredakteur in Deutschland hätte solch ein Experiment gewagt. Das Ergebnis war umwerfend. Und es passte offenbar so gut zu Berlin, dass auch langjährige Leser, die schon die Bleiwüsten der Honecker-Zeit ertragen hatten, begeistert waren.Im September 1997 schrieb Mechthild Küpper in der Süddeutschen Zeitung über die neue Berliner Zeitung:Wir wollen glücklich sein, dass endlich etwas gelungen ist. Seit dem 2. September sieht die Berliner Zeitung anders aus, sie ist vollkommen umgekrempelt, farbig, nicht bunt geworden, sieht seriös aus bis zur Vornehmheit. Ihr stärkstes Ressort darf wieder Feuilleton heißen, nicht BerlinBerlin und an zweiter Stelle der Zeitung stehen; die Leser werden freundlich informiert und fürsorglich durch das Blatt geführt.Das alles hatte einen hohen Preis. Mehr als 30 Redakteuren hat Maier gekündigt. Aus Qualitätsgründen. Die meisten waren Ostler. Aber es waren auch Westeinkäufe dabei, selbst solche in Leitungspositionen. Und Maier hat 50 neue Redakteure eingestellt - von der FAZ, von der Süddeutschen, vom Spiegel, von Bild, von der taz, von der Wochenpost. Hauptsächlich Westjournalisten, aber auch einige Ostdeutsche.Maiers Arbeitstempo war atemberaubend. Die Zeitung sollte die schnellste, klügste, witzigste und interessanteste sein. So dachte sich Maier die Stadt, so machte er die Zeitung. Als fast alle politischen Journalisten des Landes sich einig waren, dass Oskar Lafontaine auf einem Parteitag eine großartige Rede gehalten hatte, schrieb Maier einen Leitartikel. Überschrift: Der Weihnachtsmann sieht rot. Er wurde verlacht. Von allen. Also war er zufrieden.Maier war unberechenbar. Kreativ. Schonungslos. Auch beim Geldausgeben. Mehr als 30 Millionen Mark haben seine Ideen den Verlag gekostet. Er entfachte in Berlin den Zeitungskrieg. Gegen den Tagesspiegel, gegen die Morgenpost.Aber es gelang ihm etwas, das Herbert Riehl-Heyse in der Süddeutschen Zeitung am 19. Februar 1997 eine "Kulturrevolution" nannte. Er schrieb: Maier hat es geschafft, die bunteste aller Redaktionen des ganzen Landes um sich zu versammeln. Noch gibt es ältere Redakteurinnen, die es aus gemütlicheren Zeiten her gewohnt sind, ihre Pantoffeln zur Arbeit mitzubringen; wenn die nicht aufpassen kann es ihnen neuerdings geschehen, dass sie auf den Gängen vier bis fünf jungen Männern begegnen, die - in Cordhose, Krawatte, gerne auch mal Brokatweste - aussehen, als seien sie alle vom gleichen Herrenausstatter eingekleidet.Nichts hat die Journalisten in der Berliner Zeitung seit der Wende so beschäftigt wie die Meinung. Vor der Wende gab es nur die herrschende. Nach der Wende war sie - im Prinzip - frei. Aber wie die Meinungsfreiheit nutzen? Da gab und gibt es die Schweiger. Sie waren vor der Wende überzeugte SED-Mitglieder und meinen heute einfach nicht mehr. Dann gab es diejenigen, die ihre Meinung änderten, und sich auf die Seite der neuen Herrschenden schlugen. Und es gab und gibt die Kommentatoren des Sowohl-als-auch und des Für-und-Wider, in deren Texten man vergeblich einen Standpunkt suchte.Wessis nannte man nicht Wendehälse. Doch glücklicherweise hielten über die ersten Jahre der Einheit auch sie nicht an ihrer Meinung fest. Oft herzhafte Kritik an der Mangelhaftigkeit der westdeutschen Demokratie wich nach der Wende dem Staunen darüber, was diese Demokratie zu leisten im Stande ist. Oder umgekehrt: Wer stets an die Überlegenheit des westdeutschen Systems geglaubt hatte, konnte sich angesichts absurder Abwicklungen in den neuen Ländern doch wenigstens zu einem "Es war nicht alles schlecht" durchringen. Wann immer aber Ossis und Wessis ihren Kopf rund sein ließen, damit das Denken die Richtung ändern konnte - sie taten es unter sich. So kam es leider selten zu neuen, gemeinsamen Einsichten.Eine Blattlinie gab es in all den Jahren seit der Wende für die Zeitung nicht. Im Prinzip. Nur einmal, das war aber später, im Frühjahr 1999, kam es zu einem Fall von - wie es unter Redakteuren heißt - "Zensur". Während des Nato-Einsatzes im Kosovo, der vielfach zustimmend im Blatt kommentiert worden war, schrieb ein Redakteur einen anderslautenden Leitartikel. Der wurde am Abend vom damaligen amtierenden Chefredakteur entfernt. Aus Aktualitätsgründen hieß es offiziell. Aus Qualitätsgründen hieß es intern. Die Redaktion war ehrlich erschüttert. Es war ein bis dahin nie da gewesener Fall. Er blieb einmalig.Als der zweite Nachwende-Chefredakteur, Michael Maier, Ende 1998 Berlin verließ, gab es die Berliner Zeitung überall in Deutschland und in allen Hauptstädten der Welt zu kaufen. Als er ging, glaubte niemand mehr, dass die Berliner Zeitung eine Ostzeitung sei. Gelegentlich wurde noch ihre Ostkompetenz gelobt. Das dann zur Freude der Redaktion. Als Maier ging, hatte die Zeitung ein Drittel ihrer Leser im Westen. Als er ging, wollten die Hamburger Verlagschefs nur noch eines: Normalität. Und Geld sparen.Man kann eigentlich keinem raten, in solch einer Situation Chefredakteur zu werden. Martin E. Süskind hat es versucht. Er war Chef des Kölner Stadtanzeigers, davor Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Bonn. Er war ein westdeutsches Gewächs. Süskind hat Berlin nicht wirklich verstanden. Er hat es sich als ein etwas größeres Bonn gedacht. Süskind hat auch die Redaktion nicht verstanden. Er wollte ihr das Wilde nehmen, das Unberechenbare, Verrückte. Also alles, was eine Zeitung in Berlin unbedingt auch braucht. Er wollte erden, was ihm zu luftig war. Er wollte glätten, was ihm zu kraus geraten schien. Süskind, ehemals Redenschreiber bei Willy Brandt, wünschte sich ein Blatt mit politischer Linie. Die Redaktion aber wollte nicht hinnehmen, dass das Denken der alten Bonner Republik, das keine Idee von einem neuen Deutschland in sich trug, reüssierte.Martin Süskind war chancenlos - eingeklemmt zwischen einem Verlag, der ihn zum Sparen zwang, und einer Redaktion, die ihn nicht unterstützte. Die Lage war verfahren. Die Auflage sank, Mitte des Jahres 2001 auf unter 200 000. Der Verlag zog Konsequenzen. Süskind musste gehen.Damit enden vorerst die Wirren der Nachwendezeit. Gelegentlich experimentiert die Zeitung noch. Mit sich und der Welt. Doch meist bemüht sie sich, einfach eine gute Zeitung zu machen. Und sie ist froh um ihre Leser, die ihr viel Freiheit lassen und vieles tolerieren. Sicher, sie protestieren, wenn ihnen eine Meinung nicht gefällt. Aber kein Leser verlangte in all den Jahren seit der Wende je, dass die Zeitung ihn am Morgen nicht überraschen darf.------------------------------Foto: Nach der Wende hatte die Berliner Zeitung hochfliegende Pläne: Im Verlagshaus am Alexanderplatz sollte eine gesamtdeutsche Zeitung entstehen. "Geben Sie uns ein Jahr", bat Herausgeber Erich Böhme. Es hat ein wenig länger gedauert.------------------------------Foto: Chefredakteur Martin E. Süskind, Gerhard Schröder, Walter Momper am 12. September 1999 beim Kanzlerfest auf dem Pariser PlatzDie Berliner Zeitung hatte seit der Wende vier Chefredakteure. Einen aus dem Osten, einen aus Österreich. Einer kam aus Bonn, der jetzige aus Stuttgart. Alle hatten Anteil daran, dass aus der Berliner Zeitung eine interessante, witzige, zuverlässige und vor allem gesamtdeutsche Zeitung werden konnte.