SABINE RENNEFANZ sieht große Aufgaben auf den Neuköllner Politiker zukommen.Als Heinz Buschkowsky auch noch den Markgräfler Gutedelpreis bekam, war die Sache klar. Wenn ein SPD-Bezirksbürgermeister aus Neukölln selbst von Weinbauern aus dem Badischen verehrt wird, dann ist an seiner überparteilichen Mehrheitsfähigkeit nichts mehr zu deuteln. Der Mann taugt was, das haben - nach den Badener Weinbauern - nun auch seine Berliner Parteigenossen begriffen.Der 62-Jährige ist die neue Allzweckwaffe der SPD. Erst sollte er in den Landesvorstand, jetzt soll er gar in den Parteirat des Bundes delegiert werden, der die SPD-Spitze bei Grundsatzfragen berät. Die Rettung einer ehemaligen Volkspartei ist eine wichtige Aufgabe, doch es warten noch größere. Buschkowsky gilt als einer, der nah am Volk denkt und spricht. Multikulti sei gescheitert hat er gesagt, Betreuungsgeld würde versoffen. Sein Ton ist rau, doch die Analysen sitzen. Er wurde verlacht, als Schwarzmaler kritisiert, auch von seiner eigenen Partei. Die Kritik kann er aushalten, sie bringt ihn erst richtig in Fahrt. Das sind Eigenschaften, die für ein Amt gebraucht werden, das seit Montag neu besetzt werden muss. Es eilt so sehr, dass sich der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel (CDU) in die Kandidatensuche einmischt: Er schlug Parteifreund Eberhard Diepgen als Bundespräsidenten vor. Sorry, wenn schon Neukölln, kann es nur einen geben: Buschkowsky for President. Seiten 16 und 17