Hupsignale: Dietechnische Regelung des Straßenverkehrs hat in Berlin Tradition. Den Anfang machten 1906 Hupsignale auf dem Potsdamer Platz. Damit wies ein leitender Wachtmeister elf Schutzmänner an, den Verkehr zum Halten und wieder in Fahrt zu bringen. Erste Ampel: Nach dem Ersten Weltkrieg wuchs der Verkehr auf dem Potsdamer Platz mit seinen fünf einmündenden Straßen und den vielen Straßenbahnen immer mehr an. Darum beantragte die Straßenbahn-Betriebs GmbH 1924 den Bau eines "Verkehrsturms", der von 1925 bis 1936 existierte. Eine Nachbildung dieser ersten Lichtzeichenanlage steht seit Herbst 1997 wieder auf dem Platz. Automatik: Auf dem "Verkehrsturm" stellte ein Polizist die Lichtsignale an. Doch schon 1926 nahm in Berlin eine automatische Ampel den Betrieb auf. Bei der "Zeigerampel" rotierte ein Zeiger über einen Kreis mit farbigen Feldern. Nachteil: Im Dunkeln ist sie schlecht sichtbar. Grüne Welle: Ebenfalls 1926 wurde in Berlin die erste "grüne Welle" installiert - damals vorrangig für die Straßenbahn.Zentrale Regelung: 1961 wurde die erste Verkehrsregelungszentrale der Polizei in der Friesenstraße eingeweiht. Von dort aus waren zunächst 70 Ampeln per Drucktasten schaltbar. Störungen wurden akustisch angezeigt. Bis heute ist die Zentrale auch per Telefon mit den einzelnen Ampeln verbunden, sodass die Mechaniker schnell Kontakt aufnehmen können. 1979 wurde die Technik erneuert und für 1 200 Ampeln ausgelegt. Inzwischen gibt es in Berlin allerdings 1 942 Ampeln. 380 dieser Lichtzeichenanlagen steuern sich selbst, der Rest ist an 25 Gebietsrechner angeschlossen. Neue Ampeln: Der Senat hat den Bau von weiteren 144 Lichtzeichenanlagen angeordnet.BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN Der historische "Verkehrsturm": Seit 1997 steht eine Nachbildung der ersten Ampel auf dem Potsdamer Platz.