Herr Wajda, Sie wurden mit Ihrem jüngsten Film "Katyn" in der Kategorie bester ausländischer Film für einen Oscar nominiert. Herzlichen Glückwunsch! Rechnen Sie damit zu gewinnen?Ich würde mich sehr freuen! Vielleicht kann ich ja doch Filme machen ...Es ist ein besonderer und persönlicher Film, und ein Preis wie der Oscar würde helfen, Teile der polnischen Geschichte einem breiteren Publikum näher bringen. Den Erfolg des Films ist vor allem den großartigen Schauspielern zu verdanken. Wir haben in Polen fantastische junge Schauspieler, die das Talent und die Sporen ihrer Vorgänger wie Zbyszek Cybulski oder Tadeusz Janczar geerbt haben.Ihr Film ist der erste, der über das sowjetische Massaker von 1940 an 22 000 polnischen Offizieren erzählt. Ist es ein Zufall, dass diese Auseinandersetzung mit dem bisher verschwiegenen Kapitel der polnisch-sowjetischen Geschichte fünfzig Jahre nach Ihrem Film "Kanal" kommt?Mit "Katyn" schließe ich die Geschichte der polnischen Filmschule ab, vor allem jetzt, nach dem Tod von Jerzy Kawalerowicz, dem Vater der polnischen Filmschule. Aber "Katyn" kommt nicht aus einem Zeitkalkül heraus, sondern aus einer gewissen Notwendigkeit. Ich habe früher nie geglaubt, diesen Moment zu erleben, wenn Polen wieder frei und unabhängig und das Thema ansprechbar sein wird. Es war das meist verschwiegene und von der Zensur meist tabuisierte Thema von 1945 bis 1989. Und ich hatte auch keine Chance, diesen Film während der vorübergehenden Tauwetterperioden in Polen zu machen. Nie. Mit der Freiheit kam dann die Erkenntnis, dass es noch ein anderes Hindernis bei der Realisierung dieses Projektes gibt: keine passende literarische Vorlage; weder Roman noch Erzählung.Wie haben Sie sich den Stoff dann erarbeitet?Das erste Drehbuch habe ich 1995 erhalten, aber es hat meine Erwartungen nicht restlos erfüllt. Wir suchten also weiter, und irgendwann habe ich das Drehbuch von Andrzej Mularczyk mit dem Titel "Post mortem" gelesen und mich entschlossen, es umzuarbeiten und mit Dokumentar-Material zu ergänzen.Was war das für Material?Das waren Tagebücher oder Notizen, die bei den ermordeten Offizieren gefunden worden waren. Zu diesem Zeitpunkt war mir schon klar, dass der Film weitgehend auf den realen Ereignissen basieren soll. Katyn hat niemand überlebt. Niemand, der in diesen Wald gebracht wurde, ist mit dem Leben davon gekommen. Der letzte Eintrag im Tagebuch von Major Solski, den ich auch in meinem Film zeige, heißt: "Es ist sechs Uhr morgens, man hat uns in den Wald gebracht, und wir wissen nicht, was mit uns weiter wird?" So wurden also in Katyn 22 000 Männer umgebracht. Jeder einzeln - mit einem Schuss in den Hinterkopf. Danach wurden die Leichen in einen Graben geworfen. Und mit den Leichen die Gepäckstücke der Ermordeten, ihre persönlichen Sachen. Ich werde oft gefragt, wie so etwas möglich war. Es war möglich, weil Stalin und Lenin schon früher, in den 30er-Jahren Millionen von Sowjetbürgern ermordet hatten. Ukrainer, Weißrussen, Russen, deren Massengräber bis heute nicht geöffnet wurden. Kein Wunder also, dass sich auch in Katyn niemand drum geschert hat, ob die polnischen Offiziere im Moment ihres Todes Dokumente, Tagebücher oder eine Zeitung bei sich hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie noch einmal geöffnet werden, lag praktisch bei null.Warum wurden diese Offiziere, darunter Ihr Vater, so heimtückisch ermordet?Dieser Mord war nicht nur ein Attentat auf die polnische Armee, sondern vor allem ein Schlag gegen die polnische Intelligenz. Von den 22 000 Männern gehörte nur die Hälfte dem Offizierscorps der Polnischen Armee an. Die anderen waren die Reserveoffiziere: Universitätsprofessoren, Akademiker, Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller, Gymnasiallehrer, also die polnische Intelligenz. Und die Unterschrift Stalins unter dem Befehl hatte langfristig deren Auslöschung zum Ziel. Heute kann man sich schwer vorstellen, dass die "1 000-jährige Freundschaft", die nach 1945 zwischen der Volksrepublik Polen und der Sowjetunion beschworen wurde, auf dieser Lüge beruhen sollte. Die Sowjetunion hat hinterhältig und gegen jegliches internationales Recht 22 000 polnische Offiziere ermordet und dann noch Deutschland dieses Verbrechens angeklagt.Im Film ist das Hauptmotiv das Leiden der zurückgelassenen Ehefrauen, die an die Rückkehr ihrer Männer glauben und hoffen. Ist das die Geschichte Ihrer Mutter?Ja, ich hatte noch die Szene bei uns zu Hause vor Augen. Mein Vater ging damals, 1939, zusammen mit seinem Regiment, Richtung deutsche Grenze. Meine Mutter nahm ihren Anhänger mit der Mutter Gottes und steckte ihn meinem Vater in die linke Brusttasche seiner Uniformjacke. Das war das letzte Mal, dass ich meinen Vater gesehen habe, und so habe ich ihn in meiner Erinnerung behalten. Was später passiert ist, kann ich nur vermuten, oder mir aus dem in der Zwischenzeit angesammelten Material wie ein Puzzle zusammenstellen. Aber ich konnte ganz genau beobachten, was mit meiner Mutter geschah. Wie sie nicht an den Tod meines Vaters glauben wollte, wie sie in den deutschen Zeitungen auf der Liste der Toten seinen Namen las. Nur stimmte der Vorname nicht, und so lebte sie in der Illusion, dass es ein anderer Offizier gewesen ist. Später hat sie dann über das Internationale Rote Kreuz gesucht und keine eindeutige Antwort erhalten. Das alles passierte vor meinen Augen. Deshalb habe ich es zum Thema des Filmes gemacht. Ich dachte dabei an die vielen Menschen, die wie ich indirekte Opfer dieses Verbrechens sind, und die noch am Leben sind. Insofern war "Katyn" meine schwierigste Herausforderung. Gäbe es schon einen anderen Film darüber, hätte ich einen politischen Film machen können - über Stalin, Churchill und General Sikorski - auch ein spannendes und noch nicht aufgegriffenes Thema. Aber meine Aufgabe war es, zuerst das Katyn-Verbrechen darzustellen.Außer den erschütternden Details des Massakers zeigen Sie auch, wie differenziert im jungen Nachkriegspolen mit der Nachricht umgegangen wurde.Ja, es war mir sehr wichtig zu zeigen, dass nicht alle an die "russische Befreiung" glaubten.Wie war die Reaktion des Westens auf Katyn?Dieses Element musste ich im Film ganz außer acht lassen, sonst hätte ich eine andere Geschichte erzählen müssen. Es wären gleich zwei Filme. Das eine Thema wäre: Wie konnte es sein, dass diese Männer in Gefangenschaft genommen wurden, obwohl Polen und die Sowjetunion keinen Krieg gegeneinander geführt haben? Der zweite Film würde die politischen Hintergründe dieses Verbrechens und seine Konsequenzen zeigen. Wie war es möglich, dass Stalin den Mord stattfinden lässt, jeden Aufklärungsversuch unterbindet und aus Protest gegen die Forderung der polnischen Exilregierung, in London, eine Untersuchung durchzuführen, die diplomatischen Beziehungen mit ihr kündigt? Und Churchill nimmt alles in Kauf, damit die Rote Armee weiter gegen die Deutschen kämpft! Als General Sikorski ihn an den Tod der Offiziere erinnerte, parierte Churchill: "Man kann sie doch nicht wieder ins Leben zurückrufen." Also der Westen schwieg. Und man könnte meinen, dass es nach dem Krieg leichter gewesen wäre, dieses Thema aufzugreifen, aber es ist nichts passiert. Alle Unterlagen wurden entsprechend sichergestellt, und jeder Versuch, die wahrhaftige Situation Osteuropas der amerikanischen Regierung näher zu bringen, wurde missachtet. Bis hin zur Korea-Krise, als man befürchtete, dass sich die Geschichte wiederholt und diesmal die amerikanischen Offiziere in Nordkorea die Opfer sind.Wie wurde Ihr Film vom polnischen Publikum aufgenommen?Am Anfang machten wir uns Sorgen, wie der Film aufgenommen wird, ob er attraktiv genug ist, um auch die junge Generation anzusprechen - und nicht nur Pflichtlektüre in Schulen wird. und wie die Älteren ihn aufnehmen, diejenigen, die seit Jahren auf diesen Film warten und deren Erwartungen mit der Zeit gewachsen sind. Umso größer ist jetzt die Freude, dass der Film so viele Zuschauer hatte. Fast drei Millionen! Das ist ein Erfolg, der unsere Erwartungen bei weitem übersteigt. Und das heißt doch, dass das polnische Publikum auf diesen Film gewartet hat. Nach der Filmpremiere kam eine Frau auf mich zu, die offenbar eine Tochter eines in Katyn Ermordeten war, und bedankte sich dafür, dass sie endlich weiß, wie das Ganze damals passiert ist. Jetzt könne sie mit diesem Wissen leichter leben und dieses Kapitel für sich irgendwie abschließen.Die Premiere hat am 17. September 2007 stattgefunden, dem Jahrestag des Ribbentrop-Molotow-Paktes. Warum gerade an diesem Tag?Wir dachten, das wird nicht nur eine Filmpremiere, sondern auch ein Zeichen. Der 17. September ist für uns Polen das tragischste Datum. Nicht nur, weil wir innerhalb von kaum zwei Wochen im Blitzkrieg von den Deutschen besiegt wurden, sondern auch, weil zwei größte Gegner Polens, Hitler und Stalin, sich heimlich hinter unserem Rücken verständigt und eine weitere Teilung Polens beschlossen haben.Sie haben den Film schon einmal in Moskau gezeigt. Wie waren die Reaktionen?Nicht maßgeblich, denn der Film wurde nur von unseren Freunden gesehen, die die Geschichte gut kennen, die Idee unterstützen, ihn einem breiten Publikum zu zeigen und versuchen, jegliche Streitfälle aus der polnisch-russischen Vergangenheit aufzuklären und zu beseitigen.Sie haben gesagt, dass Sie mit diesem Film die Geschichte der polnischen Filmschule abschließen. Wie ist das zu verstehen?Der Film "Katyn" sollte ursprünglich "Post mortem" heißen, was als eine Art symbolischer Nachruf auf die polnische Filmschule verstanden werden könnte. Seit den 50er Jahren machten wir - das heißt Andrzej Munk, Tadeusz Konwicki, Wojciech Has, der kürzlich verstorbene Jerzy Kawalerowicz und ich - Filme, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigten und auseinander setzten. Jetzt bin ich der letzte aus diesem Kreis geblieben, der noch Filme macht. Deshalb schließe ich mit "Katyn" dieses Thema ab.Ihre Filme unterschieden sich von Anfang an sehr stark vom Vorkriegskino. Was störte Sie daran?Das polnische Kino der Vorkriegszeit war das, was wir unbedingt vermeiden wollten. Es war rein kommerziell, hatte keinen eigenen Charakter, es imitierte nur die anderen Filme und war irgendwie provinziell. Und das Leben in diesen Filmen war auch nicht unser Leben. Den Anfang nach dem Krieg haben einige Filmemacher gemacht, die - wie Aleksander Ford - aus der Sowjetunion zurückgekehrt waren, die dort bewährten Modelle als Grundlage der polnischen Nachkriegskinematografie zu etablieren versuchten. Ford organisierte in Lodz die ersten Filmgruppen, in denen Regisseure ihre Filme mit Unterstützung eines Leiters der Filmgruppe erarbeiteten, der die Gespräche mit den Behörden übernahm. So sprach Aleksander Ford mit dem Politbüro, als mein Film "Pokolenie" (Generation) von den Behörden scharf kritisiert wurde. Oder Jerzy Kawalerowicz setzte sich für meine weiteren Filme "Kanal" und "Asche und Diamant" ein. Er war Leiter der Filmgruppe, in der ich die Filme realisiert habe.Was war Ihre Inspiration, Ihr filmisches Vorbild?Wir wollten über uns selber erzählen. Über unser Leben. Aber was kannten wir damals? Nur den Krieg. Die deutsche Besatzung. Als der Krieg begann, war ich 13, und die meisten von meinen Kollegen waren auch in diesem Alter. Also das war unsere Welt, das war unser Leben, darüber konnten wir erzählen und Filme machen. So war die erste Inspiration selbstverständlich der italienische Neorealismus, "Rom, offene Stadt", "Paisa", eben der Roberto Rossellini. Das war das Kino der armen Menschen über arme Menschen. Auch wir waren arm, und wir versuchten deshalb, die deutsche Besatzung mit ähnlichen Mitteln zu zeigen, die in den italienischen Filmen verwendet wurden. Das war die erste Inspiration. Danach, als ich "Asche und Diamant" realisierte, stand ich unter dem Eindruck von "Citizen Kane" von Orson Welles.In der letzten Zeit scheint in mehreren europäischen Ländern das Nationalkino wieder stärker zu werden. Hat es denn eine Chance, auch international wahrgenommen zu werden?Die Zuschauerzahl bei "Katyn" und die Tatsache, dass der Film mehrere Monate in so vielen Kinos gezeigt wurde, verstehe ich als eine Bestätigung des nationalen Kinos. Es ist die Frage, ob es sich halten kann, oder ob die Massenunterhaltung es doch vereinnahmen wird. Aber es gibt immer neue Beispiele für gelungenes nationales Kino. Neulich habe ich den rumänischen Film "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" von Christian Mungiu gesehen - ein phantastischer Film! Er hat mich sehr tief berührt. Es gibt auch andere Beispiele aus anderen europäischen, aber auch aus asiatischen Ländern, mit sehr interessanten Geschichten. Es ist doch schön, dass diese Länder dank solcher Filme bei europäischen Festivals auffallen, was nicht ohne Bedeutung ist. Dass diese Filme die Chance haben, an den richtigen Zuschauer zu gelangen. Das lässt mich glauben, dass das nationale Kino eine Chance hat, weiter zu existieren.Hilft dabei die immer größer werdende Zahl der internationalen und nationalen Festivals?Es geht hier nicht nur um Preise. Diese sind sozusagen ein Nebenprodukt. Aber man versucht auf diese Weise, möglichst vielen Filmen aus dem eigenen Land eine Chance zu geben, gezeigt und gesehen zu werden. Sonst würden diese Filme von der Außenwelt gar nicht wahrgenommen werden. Deshalb macht man so oft diverse Zusammenstellungen, thematische oder genregebundene Mosaik-Filme, oder Filme, die mit einem Ort, einer Stadt verbunden sind.Sie selbst wurden in Cannes "entdeckt". Dort haben Sie 1957 den Spezialpreis der Jury (Silberne Palme) für den Film "Kanal" erhalten. 1981 bekamen Sie dort die Goldene Palme für den "Mann aus Eisen". Trotzdem kommen Sie häufiger nach Berlin. Was verbindet Sie mit der "Berlinale"?Man muss feststellen, dass jedes der drei europäischen Filmfestivals eine eigene Charakteristik und einen eigenen wichtigen Platz auf der Landkarte des europäischen Films hat. Cannes steht für künstlerische Filme, Berlin für politische Filme, und Venedig ist für mich ein Festival der Filme aus und über die Vergangenheit. Man sieht ein Thema oder ein Ereignis, das wiederkommt und zeigt es dort. Und keins dieser Festivals kann von einem anderen ersetzt werden.Die Berlinale ist ein sehr politisches Festival, was verständlich ist: die Berliner Mauer, die Teilung der Stadt, die Schnittstelle zwischen Ost und West. Die Deutschen verstehen viel besser die Situation jedes Landes, das eine oktroyierte politische Linie zu verkraften hat. Und für mich ist Berlin sehr wichtig, weil viele meine Filme hier gezeigt wurden. Schon zu Westberliner Zeiten zeigte das Festival viel größeres Interesse an unseren Filmen als andere Städte und Länder.Wie ist Ihre Beziehung zur Stadt?Ich empfinde seit Jahren eine tiefe Sympathie für Berlin. Egal, ob ich in der Schaubühne arbeitete, den Film "Eine Liebe in Deutschland" realisierte oder nur kurz zu Besuch in der Stadt war - immer fühlte ich mich hier sehr wohl und fast heimisch. Vielleicht, weil das Warschau der Vorkriegszeit Berlin irgendwie ähnlich sah - in seiner Architektur, in seinem Stil. Außerdem begegneten wir in Berlin fantastischen Menschen, mit denen wir uns - ohne die jeweilige Sprache zu sprechen - gut verstanden. Wir interessierten uns einfach für dieselben Fragen.Und das wiedervereinigte Berlin?Ich kenne das neue Berlin zu wenig, um ausführlich darüber zu sprechen, aber ich bewundere solche Entscheidungen der Stadt wie das Holocaust-Mahnmal. Das ist ein großer, hervorragender Akt. Ich meine hier sowohl das Denkmal selbst als auch die politische Entscheidung, die es ermöglicht hat. Aber nicht nur das. Diese vereinigten Kulturressourcen der beiden Stadtteile, die Theater, Museen, Galerien. Das macht Eindruck. Das ist groß.Sie haben bereits einen Oscar und eine Nominierung für einen zweiten, Sie haben den Goldenen Bären, die Goldene Palme und alle anderen goldenen Trophäen der Filmindustrie. Was wäre der Preis, den Sie noch bekommen möchten?Ich möchte einen guten Film drehen. Das wäre mein größter Preis.Haben Sie ein neues Projekt?Ja, ich denke an einen neuen Film und möchte mich dabei wieder der Prosa von Jaroslaw Iwaszkiewicz widmen. Ich habe bereits zwei Filme nach den Erzählungen dieses Autors gemacht: "Brzezina" (Das Birkenwäldchen) und "Panny z Wilka" (Die Mädchen vom Wilkohof). "Tatarak" heißt der Text, der mir als Vorlage dient und der in den 50er Jahren spielt. Er wird ergänzt um eine andere, zeitgenössische aktuelle Geschichte. Das Drehbuch für die zweite Zeitebene hat für mich Olga Tokarczuk geschrieben. Es entsteht ein Film im Film. Die Hauptrolle wird Krystyna Janda spielen, mit der ich seit Jahren wieder arbeiten wollte. Mit den Dreharbeiten möchten wir im Sommer beginnen.------------------------------Zur PersonAndrzej Wajda wurde am 6. März 1926 als Sohn eines Kavallerieoffiziers und einer Lehrerin geboren. Sein Vater gehörte zu den Opfern des russischen Massakers in Katyn.Mit über 30 Spielfilmen avancierte er zum führenden Filmemacher seines Landes. Bis zum Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks war sein künstlerisches Schaffen von Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit geprägt.2000 erhielt Wajda einen Oscar für sein Lebenswerk. Sein neuester Film "Katyn" läuft auf der Berlinale.------------------------------Foto : Andrzej Wajda während der Dreharbeiten zu seinem Film "Katyn"