Mannheim. AFDer Prozeß gegen den amerfkanlschen Neonazl Fred Leuchter vor dem Mannheimer Landgericht Ist ge. platztLeuchter war gestern nicht vor Gericht erschienen, wo er sich wegen Volksverhetzung und Aufstachelurig zum Rassenhaß verantworten sollte. Der Vorsitzende Richter Manfred John teilte mit, der Prozeß sei auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Über das weitere Verfahren werde in den nächsten Tagen entschieden.Leuchter hatte im November 1991 bei einem Vortrag im badischen Weinheim behauptet, er verfüge über wissenschaftliche Beweise, nach denen die Massenvergasung von Juden in Auschwitz technisch überhaupt nicht möglich gewesen sei. Gegen 20000 Mark Kaution und gegen die Zusicherung, er werde zu dem Prozeß aus den USA anrelsen, hatte Richter John den Amerikaner aus der Untersuchungshaft entlassen. Staatsanwalt Hans-Heiko Klein kritisierte die Entscheidung, Leuchter freizulassen, als "blauäugig und naiv".