Die Pläne der Betreiber des Spreeparks im Plänterwald, die Zahl der Besucher-Parkplätze bald deutlich zu erhöhen, stoßen bei zahlreichen Anwohnern auf Widerstand. Auf Flugblättern und Aufklebern protestieren Bewohner, deren Häuser gegenüber dem Freizeitpark liegen, gegen mehr Verkehr und für ein autofreies Erholungsgebiet Plänterwald. Das Bürgerkomitee Plänterwald und die Bürgerinitiative "Keine Autos in den Plänterwald" lehnen deshalb das seit Monaten bekannte, aber noch nicht genehmigte Parkraumkonzept der Spreepark-Betreiber ab. Sie wollen sich nötigenfalls gerichtlich wehren. "Wir befürchten, dass die Autos den Wald kaputt machen", sagt Erhard Reddig vom Bürgerkomitee.Nach dem Konzept des Spreeparks sollen zu den existierenden 600 Parkplätzen weitere hinzukommen. "Ideal wären bis zu 3 000 Stellflächen", sagt Spreepark-Chef Norbert Witte. Außerdem soll nahe dem Plänterwald Platz für bis zu 60 Reisebusse geschaffen werden. "Wir wollen den Plänterwald aber nicht abholzen", sagt Witte. Die Entwürfe sehen vor, an der Bulgarischen Straße eine Zufahrt für Besucher einzurichten, die ihre Autos am Spreepark im Plänterwald abstellen können. Über den Wasser- und Dammweg sollen die Besucher das Gelände wieder verlassen können.Die Betreiber des Freizeitparks machen von den zusätzlichen Stellflächen die Existenz des Spreeparks abhängig. Zurzeit kämen in jedem Jahr bis zu 600 000 Menschen in den Vergnügungspark. Um aber auf Dauer bestehen zu können, wären mindestens 1,5 Millionen Besucher nötig, sagt Witte. "Und weil viele aus den neuen Bundesländern kommen, sind sie auf das Auto angewiesen." Unterstützt werden Teile des Konzepts von den Bezirksverordneten. "Wir wollen nicht, dass der Spreepark den Bezirk verlässt und sich auf der grünen Wiese ansiedelt", sagt Jürgen Steinert (PDS).Doch ohne weiteres lassen sich die Parkplatz-Pläne nach Angaben von Baustadtrat Dieter Schmitz (SPD) nicht verwirklichen: Ein Teil der geplanten Zufahrt befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und darf demnach nicht bebaut werden. Nur wenn die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung diesen Teil aus dem Landschaftsschutzgebiet nähme, wären die Pläne machbar. Verhandlungen zwischen dem Bezirk und der Senatsverwaltung blieben bisher aber ohne Erfolg. "Es gibt nach wie vor unser Angebot, bis zu einer Entscheidung über die Pläne den Hof des nahe gelegenen Rathauses am Wochenende als Abstellfläche zu nutzen", sagt Schmitz.