Eigentlich sind die beiden ja zumeist auf dem Bildschirm präsent: Werner Sonne seit Jahren als der seriöse und ausgewogene Nachrichtenmann in der ARD und Boris Aljinovic im selben Fernsehsender als ermittelnder Tatort-Kommissar Felix Stark. Gestern Nachmittag hatten der politische Korrespondent und der Kommissar-Darsteller Auftritte in einem anderen Medium, in dem man normalerweise nur zu hören ist: Sonne und Aljinovic waren Gäste in der schrägen Radio-Show von Fritz-Moderator Ken Jebsen.Der 40-jährige Jebsen - der sich vor allem wegen seines unglaublichen Schnellsprech-Talents und wegen seines Witzes einen Namen gemacht hat - sendete seine Vier-Stunden-Show nämlich live aus dem ARD-Infocenter an der Wilhelmstraße. Und wer Jebsens Sendung kennt, weiß, dass dort nicht unbedingt die große Politik abgehandelt wird. Bei Sonne spielte dafür das Umfeld, in dem sich Politiker und Journalisten bewegen, eine Rolle. Er verriet zum Beispiel, dass er trotz des Politiker-Auflaufs die Bayreuther Festspiele meidet. "Ich bin überhaupt kein Opern-Fan", bekannte Sonne. Für den Umgang mit der Politikprominenz gab der 60-Jährige folgenden Tipp: "Keine Kungeleinen zulassen und immer Abstand halten." Und Tatort-Darsteller Aljinovic (40) nutzte seinen Radio-Auftritt für Werbung in eigener Sache: Er kündigte nämlich an, dass jetzt sieben Folgen der Krimi-Serie auch als Hörbücher erscheinen - eines davon wird sogar von ihm gelesen.------------------------------Foto: Radiomann Ken Jebsen (l.) mit Fernsehmann Werner Sonne und Mikrofonen.