Zunächst geht es um eine Begegnung, die ich leider nicht hatte: mit jenem Mann, vor dem im Radio („Achtung Autofahrer!“) gewarnt wurde. Es hieß, „eine angetrunkene Person steht auf der Kreuzung und regelt widerrechtlich den Verkehr“.
Ich hörte später, dass er recht friedlich rumdirigiert haben soll. Es gab keine Blechschäden. Respekt!
Die andere Begegnung hatte ich tatsächlich selbst: Letzte Woche fuhr ich abends auf dem Tempelhofer Damm direkt in den Stau. Nach einer Weile wurde dem Autofahrer neben mir langweilig. Jedenfalls ließ er seine Scheibe runter und fragte nach meiner Telefonnummer. Ich sagte ihm, das sei eine prima Idee, wir könnten dann übers Herbstprogramm der Volkshochschulen plaudern. Er war kein bisschen verängstigt und sagte: „Ich bin ein netter Kerl. Kannst jeden fragen, der nicht mit mir verwandt ist.“
Der war gut, ich musste lachen. Schon drehte ich mich zu meiner Beifahrerin und fragte sie: „Ist das ein netter Kerl?“. Sie meinte „ja“. Dann haben die beiden ihre Telefonnummern ausgetauscht.
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