Als die Emotionen in der Schlussphase des Spiels gegen den SC Freiburg überkochten, hielt es Michael Gspurning nicht mehr auf der Bank. Der Torwarttrainer des 1. FC Union Berlin gestikulierte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer der Breisgauer wild in Richtung des Schiedsrichters Christian Dingert. Welche Worte genau fielen, ist nicht bekannt. Wohl aber die Entscheidung des Unparteiischen, dem Österreicher die Rote Karte zu zeigen.
Gspurning erlebte das dramatische Finish und den 2:1-Siegtreffer von Janik Haberer von der Tribüne aus, sein Platzverweis geriet in allem Jubel, aller Freude nach Abpfiff zu einer kleinen Randnotiz.
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Beim DFB hat man die Aktion selbstverständlich nicht vergessen. Am Mittwoch gab der Verband bekannt, dass der 43-Jährige vom Sportgericht für ein Bundesliga-Spiel gesperrt wurde. Gspurning sitzt also beim Saisonauftakt zwischen dem 23. und dem 25. August nicht auf der Bank der Eisernen. Der Gegner steht noch nicht fest, weil die DFL den Spielplan erst im nächsten Monat veröffentlichen wird.
Sowohl der 1. FC Union Berlin als auch Michael Gspurning haben dem Urteil bereits zugestimmt, das damit rechtskräftig ist. Während für den Großteil der Spieler und auch das Trainerteam in den kommenden Wochen Urlaub ansteht, ist Gspurning übrigens weiter im Einsatz. Weil er neben seinem Job bei Union auch Torwarttrainer der österreichischen Nationalmannschaft ist, bereitet er die Keeper auf die Europameisterschaft im Sommer vor. Dort trifft die ÖFB-Auswahl in der Gruppe auf Frankreich, die Niederlande und Polen.
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