Nach Kehlkopftreffer

„Ich liebe euch alle“: Union-Profi Diogo Leite meldet sich aus dem Krankenhaus

Durchatmen beim 1. FC Union Berlin: Diogo Leite, der in Bochum vom Platz getragen werden musste, hat am Abend erste Entwarnung gegeben.

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Diogo Leite musste nach einem Schuss auf den Kehlkopf minutenlang auf dem Rasen behandelt werden.

Diogo Leite musste nach einem Schuss auf den Kehlkopf minutenlang auf dem Rasen behandelt werden.

© Sven Simon/Imago

Es waren sieben bange Minuten, in denen Diogo Leite auf dem Rasen des Bochumer Ruhrstadions lag. Der Verteidiger des 1. FC Union Berlin hatte einen Schuss am eigenen Strafraum mit voller Wucht gegen den Kehlkopf bekommen. Der Portugiese sackte zusammen, seine Beine zappelten unkontrolliert und es war schnell ersichtlich, dass er nicht mehr richtig Luft bekam.

Sofort eilten Mannschaftsärzte herbei, um zu gewährleisten, dass die Aktion letztlich einigermaßen glimpflich ausgehen konnte. Unter dem Applaus der Zuschauer wurde Leite vom Rasen getragen, Kevin Vogt kam für ihn ins Spiel (64.). Die XXL-Nachspielzeit von zehn Minuten, die Schiedsrichter Deniz Aytekin am Ende veranlasste, hatte ihre Ursache vor allem in dieser Situation.

Schon auf der Pressekonferenz hatte Union-Trainer Steffen Baumgart davon gesprochen, dass der 26-Jährige das Krankenhaus noch am Sonntagabend, spätestens aber am Montag, verlassen könnte. Tatsächlich meldete sich Leite selbst am Abend in den sozialen Netzwerken. „Vielen Dank euch allen für die Unterstützung und die Nachrichten. Ich bin okay und werde bald zurück sein. Ich liebe euch alle“, schrieb er auf der Nachrichtenplattform „X“.

Erst am vergangenen Wochenende hatte er noch auf viel angenehmere Art und Weise im Mittelpunkt gestanden, weil er beim 4:4 gegen den VfB Stuttgart sein erstes Bundesliga-Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 erzielt hatte. Nun endete sein 30. Einsatz in dieser Saison - lediglich in der Hinrunde gegen Bayer Leverkusen hatte er verletzungsbedingt gefehlt - vorzeitig.

Beim 1:1 (1:0) gegen den VfL Bochum fiel das Tor der Gastgeber kurz nach seiner Auswechslung. Leopold Querfeld hatte einen Elfmeter verschuldet, Frederik Rönnow diesen zwar gehalten, allerdings war der Torhüter gegen den Nachschuss machtlos. Benedict Hollerbach hatte die Eisernen nach 17 Minuten mit seinem neunten Saisontor in Führung gebracht. Mit dem Remis blieb die Baumgart-Elf zum siebten Mal in Serie ohne Niederlage. Bis zum Bundesliga-Vereinsrekord an ungeschlagenen Spielen innerhalb einer Saison fehlt nur noch ein Sieg oder ein Remis im kommenden Heimspiel gegen Werder Bremen (Sonnabend, 15.30 Uhr). Dann sollte auch Diogo Leite wieder zur Verfügung stehen.

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