1. FC Union Berlin mit spätem 1:1

Freude, aber auch Selbstkritik: Die Stimmen zum Punktgewinn gegen Augsburg

Nach dem Remis gegen den FC Augsburg regierten in Reihen des 1. FC Union Berlin gemischte Gefühle. Die Stimmen zum Spiel!

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Robin Gosens nahm den Elfmeterpfiff gegen den 1. FC Union Berlin nach Abpfiff auf seine Kappe.

Robin Gosens nahm den Elfmeterpfiff gegen den 1. FC Union Berlin nach Abpfiff auf seine Kappe.

© Luciano Lima/IMAGO

Das späte Tor von Kevin Volland gegen den FC Augsburg hat die monatelange Niederlagenserie des 1. FC Union Berlin beendet. Hinterher freuten sich die Protagonisten über einen „hochverdienten“ Punktgewinn. Robin Gosens übte derweil Selbstkritik.

Kevin Volland: Es ist ein Mix der Gefühle. Zum einen war der Spielverlauf wieder so typisch für unsere Phase, dass wir dem Rückstand hinterherlaufen müssen. Wie wir aber insgesamt aufgetreten sind und wie viel wir investiert haben - das war gut heute! Am Ende hätten wir auch drei Punkte verdient gehabt. Wir haben heute mit etwas verändertem System versucht, eine Mischung aus langen Bällen aber auch dominantem Fußball auf den Platz zu bringen. Auf dem Platz hatte ich das Gefühl, dass wir das ganz gut umgesetzt haben. Der Trainer hat uns nach dem Spiel gesagt, dass wir den Moment erst einmal genießen und das positive Gefühl mit in die nächsten Spiele nehmen sollen.

Robin Gosens: Ich muss mir den Schuh anziehen, dass ich in der Situation beim Elfmeter so risikoreich in den Zweikampf gehe und die Mannschaft unnötig in Bedrängnis gebracht habe. Wenn ich den Gegner einfach nur stelle, passiert deutlich weniger, als das, was jetzt passiert ist. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, dass ich einen Bruchteil eher am Ball bin und der Schiedsrichter nicht auf Foul hätte entscheiden dürfen. Wenn man sieht, wie spät der Ausgleich gefallen ist, dürfen wir schon von einer Erleichterung sprechen. Den Punkt nehmen wir gerne mit, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen.

Jess Thorup (auf der Pressekonferenz): Aus meiner Sicht gab es heute zwei verschiedene Halbzeiten. Vor der Pause waren wir gut, hatten die Kontrolle und haben zudem immer wieder gute Lösungen gefunden. Die zweite Halbzeit hat mir nicht mehr gefallen. Wir waren nicht gut am Ball und sind zu viel nach hinten gelaufen. Union hat dann aber auch besser gespielt und viel Druck gemacht. Bis zum Schluss habe ich gehofft, dass wir es schaffen, zum ersten Mal ohne Gegentor zu bleiben. Das hat nicht geklappt und daher hat es nur zu einem Punkt gereicht.

Marco Grote (auf der Pressekonferenz): Wir sind gut reingekommen in die Partie, was nach so einer langen Zeit ohne Sieg nicht selbstverständlich ist. Dann hatten wir aber Zugriffsprobleme, sind in unseren Abständen immer weiter zurückgefallen und unsere Kompaktheit hat gefehlt. Fußballerisch und in der Spieleröffnung hatten wir zum Teil auch gute Passagen. In der zweiten Halbzeit war es brutal viel Willen, Energie und Glaube, gerade, weil mit dem Elfmeter gegen uns und unserem verschossenen Elfmeter auch einiges in die falsche Richtung gelaufen ist. Das 1:1 war am Ende hochverdient.

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