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Bei Auswechslung des Stürmers

1. FC Union Berlin: Handschlag-Eklat um Fofana – Fischer kündigt Gespräch an

Es war die Aufreger-Szene abseits des Platzes: Bei seiner Auswechslung verweigert der Stürmer dem Trainer den Handschlag. Auf Instagram entschuldigt er sich.

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David Fofana wurde gegen die SSC Neapel 20 Minuten vor Schluss ausgewechselt. Daraufhin verweigerte der Stürmer Trainer Urs Fischer den Handschlag.

David Fofana wurde gegen die SSC Neapel 20 Minuten vor Schluss ausgewechselt. Daraufhin verweigerte der Stürmer Trainer Urs Fischer den Handschlag.

© Matthias Koch/IMAGO

Als hätte der 1. FC Union Berlin aktuell nicht genug sportliche Probleme, sorgte Stürmer David Fofana am Rande der Champions-League-Partie gegen die SSC Neapel (0:1) für einen großen Aufreger. Nach seiner Auswechslung in der 70. Minute – Kevin Behrens kam für ihn in die Partie – verweigerte er Trainer Urs Fischer den Handschlag. Die Leihgabe des FC Chelsea war offensichtlich nicht einverstanden mit der Entscheidung des Schweizers, wütete danach auch noch auf der Bank weiter. Manager Oliver Ruhnert musste ihn beruhigen.

Fischer kündigte auf der anschließenden Pressekonferenz ein klärendes Gespräch mit dem 20-Jährigen an, der auch nach der Partie gegen den amtierenden italienischen Meister weiter auf seinen ersten Pflichtspieltreffer im Trikot der Eisernen wartet. Fofana war engagiert, vergab vor dem Seitenwechsel die beste Union-Chance (37.), blieb aber in fast allen Szenen glücklos. Immerhin: Noch in der Nacht entschuldigte sich Fofana öffentlich auf seinem Instagram-Profil. „In Bezug auf mein Verhalten beim Verlassen des Spielfeldes möchte ich mich beim Klub, dem Trainer, meinen Mitspielern und den Fans entschuldigen“, schrieb der 20-Jährige. Die Aktion sei eine Frustreaktion gewesen, weil er dem Team weiterhelfen wollte, das Ergebnis besser zu gestalten. „Wir werden weiter hart arbeiten und stärker zurückkommen“, so der Stürmer von der Elfenbeinküste.

Überraschend hatte Fischer erstmals in dieser Spielzeit auf das Sturmduo Fofana und Sheraldo Becker gesetzt. Gegen den VfB Stuttgart (0:3) hatten am vergangenen Wochenende noch Kevin Volland und Behrens begonnen. Während der Bankplatz von Volland nicht überraschend kam, saß Behrens zum ersten Mal draußen. „In den letzten Wochen ist um ihn herum viel passiert“, begründete Fischer die Entscheidung. Zuletzt hatte der Angreifer im August beim 4:1-Sieg in Darmstadt getroffen, war dennoch von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die USA-Reise der Nationalmannschaft nominiert worden. 

Fraglich, ob Fischer am Sonnabend (15.30 Uhr) beim nächsten Spiel in Bremen noch einmal Fofana und Becker von Beginn an spielen lässt. Mit ihren Tempoläufen brachten sie die Defensive der Gäste zwar hin und wieder in Verlegenheit, entscheidende Durchschlagskraft ließen aber beide vermissen. Das Sturmzentrum, in dem normalerweise Behrens für Unruhe sorgt, war darüber hinaus fast über die komplette Spielzeit verwaist.

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