Der bevorstehende Abgang von Leonardo Bonucci, der sich aktuell in Verhandlungen mit Fenerbahce Istanbul befindet, wirft beim 1. FC Union Berlin seine Schatten voraus. Neben den beim Pflichtspiel-Auftakt in Freiburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) wohl gesetzten Robin Knoche und Diogo Leite stehen Trainer Nenad Bjelica zwar mit Danilho Doekhi und Paul Jaeckel noch zwei weitere Innenverteidiger zur Verfügung, trotzdem wird durch Bonuccis Weggang eine Planstelle frei.
Diese soll schon in naher Zukunft Kevin Vogt von Ligakonkurrent TSG Hoffenheim auffüllen. Der 32-Jährige, der seit siebeneinhalb Jahren für die Kraichgauer spielt, kennt die Bundesliga aus dem Effeff, war auch schon mit Werder Bremen, dem 1. FC Köln oder dem FC Augsburg in den Kampf um den Klassenverbleib verwickelt. Vogt würde die Erfahrung von 319 Bundesliga-Spielen mitbringen und gilt darüber hinaus nicht als fußballerischer Feingeist, dafür aber als absoluter Mentalitätsspieler.
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Lukratives Angebot für Vogt?
Überraschend wäre ein Wechsel des Routiniers aber vor allem deshalb, weil er in der Dreierkette der Hoffenheimer unantastbarer Stammspieler ist, in allen 18 Pflichtspielen bis zum Jahreswechsel zum Einsatz kam – in 16 davon gar von Beginn an. Dem Vernehmen nach sollen die Eisernen Vogt mit einem langjährigen Vertrag und einem darüber hinaus auch finanziell sehr lukrativen Angebot locken. Weil die Situation im Abstiegskampf alles andere als aussichtslos ist und die Stimmung im Stadion An der Alten Försterei deutlich lebhafter als in Sinsheim ist, braucht es wohl gar nicht viel, um den ehemaligen U21-Nationalspieler von einem Wechsel zu überzeugen.
Nach Aljoscha Kemlein, der am Wochenende zu Zweitligist FC St. Pauli verliehen wurde, könnte derweil mit Torhüter Yannic Stein ein weiteres Eigengewächs die Köpenicker verlassen. Der kicker berichtet, dass der talentierte Schlussmann vor einem Leihgeschäft mit Drittligist VfB Lübeck steht. Dort würde er in Konkurrenz zum erfahrenen Stammkeeper Philipp Klewin treten.
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