Das in diesem Jahr verspätet eingetretene Frühjahrswetter hat die Laichplatzwanderung der regionalen Amphibien in den vergangenen Tagen erheblich beschleunigt. So auch die einer großen Erdkrötenpopulation, die im Wald neben dem Gelände des 1. FC Union Berlin ihren Landlebensraum hat.
Wie das Bezirksamt Treptow-Köpenick mitteilt, haben sich mehr als 1000 Kröten aus der Wuhlheide in Richtung Wuhle aufgemacht. Dabei queren sie demnach auch die Sport- und Parkplätze und kommen in den Stadionbereich.
„Das Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirkes und der Fußballclub haben im Vorfeld einige provisorische Maßnahmen wie den Bau eines 400 Meter langen Amphibienschutzzauns eingeleitet, um die Gefährdung der Tiere zu reduzieren", heißt es in der Mitteilung.
1000 Tiere eingesammelt
Ein vollständiger Schutz sei damit allerdings nicht erreicht worden. Freiwillige Helfer vom Bundesfreiwilligendienst, aus dem Umwelt- und Naturschutzamt, von Bezirksstadtrat Bernd Geschanowski und Mitarbeitern des 1. FC Union konnten außerdem über 1000 Tiere einsammeln und zu ihrem Laichgewässer bringen.
Ob das gereicht hat, um eine Krötenwanderung in die Alte Försterei zu verhindern, wird sich am 21. April zeigen: Dann steht das nächste Heimspiel der Eisernen gegen den 1. FC Heidenheim 1846 an. An diesem Wochenende müssen die Berliner zunächst auswärts gegen den 1. FC St. Pauli antreten.
Zur Verbesserung der Situation für die Erdkröten ist laut Bezirksamt als Nächstes die Errichtung eines Kleingewässers im Landlebensraum vorgesehen, das ausreichend Platz für eine Vielzahl von Amphibien und andere Tierarten bieten soll. (mai.)
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