Mehr als einmal stand der 1. FC Köln in dieser Saison schon am Abgrund. Nachdem die Rheinländer unter Steffen Baumgart schon eine schwache Hinrunde gespielt hatten, konnte die Mannschaft auch unter Nachfolger Timo Schultz, der in der Winterpause übernahm, keinen Boden im Abstiegskampf gutmachen. Nach der 0:2-Niederlage gegen Darmstadt vor zweieinhalb Wochen schien der Gang in die 2. Bundesliga schon unvermeidbar, das folgende 1:1 in Mainz brachte nur einen kurzen Hoffnungsschimmer, der mit dem torlosen Remis gegen Freiburg am Sonnabend schnell schon wieder erloschen schien.
Ausgerechnet der 1. FC Union Berlin hat dem Tabellenvorletzten in den Niederungen der Liga aber noch einmal unerwartet Leben eingehaucht. Nach der unerwarteten 3:4-Niederlage im Kellerduell gegen den VfL Bochum am Sonntag sind die Eisernen für Köln noch immer in Schlagdistanz – und das vor dem direkten Aufeinandertreffen am Sonnabend (15.30 Uhr).
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Die Rechnung ist einfach. Ein Sieg gegen Union, ein Sieg am letzten Spieltag in Heidenheim und eine gleichzeitige Niederlage der Berliner gegen Freiburg. Fertig wäre das Wunder, mit dem kleinen Zusatz, dass Köln in diesen Partien auch noch fünf Tore aufholen muss. „Ich erwarte einen Fight von Anfang bis zum Ende“, erklärte Schultz in dieser Woche. Und weiter: „Wir knabbern so lange am Baum rum, bis der Baum auch umfällt.“
Die unverhoffte Gelegenheit, doch noch einmal am Relegationsplatz zu schnuppern, soll seine Mannschaft beflügeln. Den Trainerwechsel am Montag, als Nenad Bjelica entlassen worden war, stattdessen Marco Grote interimsmäßig übernahm, sieht er mit aller Gelassenheit: „Wenn du am 33. Spieltag zum Auswärtsspiel nach Köln kommst und es geht um alles, dann weiß ich nicht, ob der Trainer die entscheidende Rolle spielt.“
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Als Vorbereitung, wie Grote spielen lassen möchte, bleiben Schultz und seinen Analysten lediglich die Eindrücke aus dem Union-Spiel gegen Augsburg in der Vorrunde. Damals hatte der gebürtige Bremer gemeinsam mit Co-Trainerin Marie-Louise Eta ein 1:1 geholt, nach der Entlassung von Urs Fischer damit die lange Niederlagenserie beendet. Allerdings waren damals noch nicht die späteren Winter-Zugänge Kevin Vogt, Yorbe Vertessen und Chris Bedia dabei.
Klar ist auch, dass Grote auf eine neue Besetzung im Sturm setzen muss. Gegen Augsburg ließ er Kevin Behrens und David Fofana ran, beide verließen im Winter den Verein.
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