Union hat die „Eintagsfliegen“ überholt
Die Zeit ist verflogen, zwei Jahre sind es im Handumdrehen geworden, doch der Rausch der ersten Euphorie ist noch immer wahrhaftig in der Alten Försterei. Von Urlaub ist nach 41 Punkten in der ersten und sagenhaften 50 in der zweiten Spielzeit keine Rede mehr, sondern vom Immer-hier-bleiben-wollen und vom ewigen Mitspielen bei den Etablierten, was mit dem Erreichen der Europa Conference League schon mal sensationell gut geklappt hat, andererseits aber neue Begehrlichkeiten weckt. Deshalb: Vorsicht bleibt die Mutter der Porzellankiste!
Andreas Voglsammer: Ein Spieler, der bestens zum 1. FC Union passt
Einen Drahtseilakt hat man den Eisernen prophezeit, einen ständigen Tanz mit dem Abstiegsgespenst. Geworden ist es – bis jetzt zumindest – eine 24-monatige Kletterpartie auf Rang 43 der „ewigen Tabelle“, die aus immerhin 56 Vereinen besteht. Dass alle „Einjahresfliegen“, also Tasmania und Blau-Weiß 90 Berlin, der VfB Leipzig, Greuther Fürth (in dieser Saison zum zweiten Mal mit dabei), Preußen Münster (1963 eines von 16 Gründungsmitgliedern), Fortuna Köln und der SSV Ulm abgehängt worden sind, ist schon mal ein Riesending. Mit Tennis Borussia (damit ist der 1. FC Union schon jetzt zweitbestes von fünf Berliner Teams), Paderborn, Ingolstadt, den Stuttgarter Kickers, Unterhaching und dem FC Homburg (obwohl der sogar drei Spielzeiten im Oberhaus verbrachte) liegen nun sechs weitere Vereine hinter den Männern aus Köpenick.
Angriff auf Oberhausen und Dynamo Dresden
Das wird so nicht weitergehen. Und die großen Namen sind es ohnehin nicht, die im Ranking zu packen sind. Dafür haben Borussia Neunkirchen (zwei Punkte vor), Wuppertal (11) und Darmstadt (26) zu selten mitgemacht. Wichtiger ist ohnehin die Platzierung. Eines aber ist dabei so klar, als ob beim Verlesen der Startformation das elfmalige „Fußballgott!“ wie selbstverständlich (hoffentlich endlich wieder aus Tausenden Kehlen) durch die Alte Försterei hallt: Sollte es in die Nähe von Oberhausen (Rot-Weiß hat ein Plus von 48 Punkten) und Dynamo Dresden (49) gehen, wäre es erneut eine Bilderbuchsaison.
Und niemals vergessen – Eisern Union!
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