Kaum Einsätze beim Tabellenletzten

Medienbericht: Zwei Neue können den 1. FC Union Berlin schon wieder verlassen

Die aktuelle Platzierung des 1. FC Union Berlin ist auch ein Resultat der missglückten Einkaufspolitik im Sommer. Die soll nun korrigiert werden.

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Oliver Ruhnert, Manager des 1. FC Union Berlin, hatte mit seiner Einkaufspolitik im Sommer kein glückliches Händchen.

Oliver Ruhnert, Manager des 1. FC Union Berlin, hatte mit seiner Einkaufspolitik im Sommer kein glückliches Händchen.

© Luciano Lima/IMAGO

Jahrelang war Oliver Ruhnert beim 1. FC Union Berlin zu Recht gefeiert worden. Immer wieder bewies der Manager bei seinen Transfers das richtige Gespür. Reihenweise integrierten sich Zugänge in Köpenick im Eiltempo, sorgten dafür, dass sich die Mannschaft stetig verbesserte.

Im vergangenen Sommer, so viel ist einige Monate später klar, hat der 52-Jährige mit seiner Einkaufspolitik ein paarmal danebengelegen. Fast keiner der Neuzugänge hat das Team merklich verstärkt, unter Ex-Trainer Urs Fischer saß der Großteil der neuen Spieler vor der zurückliegenden Länderspielpause meist gar auf der Bank oder der Tribüne.

Fast gänzlich ohne Perspektive sind die beiden Stürmer Benedict Hollerbach und Mikkel Kaufmann. Während Hollerbach zumindest schon in zwei Pflichtspielen von Beginn an randurfte, wartet Kaufmann noch auf einen Startelf-Einsatz. Beide Profis, die in der vergangenen Saison noch unterklassig spielten, eint die Tatsache, an noch keinem Treffer der Eisernen als Schütze oder Vorbereiter beteiligt gewesen zu sein.

Ein seltenes Bild: Benedict Hollerbach in Aktion beim 1. FC Union Berlin.

Ein seltenes Bild: Benedict Hollerbach in Aktion beim 1. FC Union Berlin.

© Andreas Gora/dpa

Hollerbach und Kaufmann: Abgang nach nur halbem Jahr?

Die Sportbild berichtet nun, dass das Duo den Verein im Winter nach nur einem halben Jahr schon wieder verlassen kann. Völlig überraschend kommt der Bericht des Sportmagazins allerdings nicht. Bereits im Sommer, unmittelbar nach der Verpflichtung, hatte es Gerüchte gegeben, dass mehrere Zweitligisten an einem Leihgeschäft interessiert wären. Sowohl Hollerbach als auch Kaufmann wollten sich aber bei Union durchsetzen.

Weil die Konkurrenz im Angriff mit Sheraldo Becker, Kevin Behrens und David Fofana allerdings zu groß ist, kamen die beiden 22-Jährigen bislang nicht über den Status der Ergänzungsspieler hinaus. Auch unter Marco Grote, der die Mannschaft mindestens im Spiel am Sonnabend (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg betreuen wird, dürfte sich das nicht ändern.

Darüber hinaus könnte auch Becker den Verein auf eigenen Wunsch verlassen. Der Vertrag des 28-Jährigen läuft im kommenden Jahr aus. Ein Verkauf im Winter wäre für den Verein die letzte Möglichkeit, für den schnellen Angreifer eine Ablösesumme zu kassieren. Vor einigen Wochen war schon bekannt geworden, dass Ligakonkurrent Eintracht Frankfurt an einer Verpflichtung interessiert wäre.


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