Demo am 1. Mai

„Es geht nicht darum, das Myfest zu crashen“

Am Oranienplatz wollen linke Aktivisten „30 Jahre Widerstand feiern“.

Andreas Kopietz
2 Min
Auch 2016 liefen schwarz gekleidete Demonstranten illegal durch das „Myfest“ auf dem Oranienplatz.

Auch 2016 liefen schwarz gekleidete Demonstranten illegal durch das „Myfest“ auf dem Oranienplatz.

© REUTERS

Mit einer „Block Party“ auf dem Kreuzberger Oranienplatz will ein linkes Bündnis am 1. Mai beim Straßenfest Myfest gegen die Verdrängung einkommensschwacher Einwohner und Abschiebung von Ausländern protestieren.

Das politische Fest unter dem Motto „Wir bleiben alle – gegen Gentrifizierung“ ist von 12 bis 22 Uhr geplant. Unter anderem soll der Kreuzberger Rapper PTK auftreten. Außerdem wird es Redebeiträge geben.

Aufruf sich der Demo anzuschließen

Gefeiert werden sollen „30 Jahre Widerstand in Kreuzberg“. Unterstützt wird das Fest nach Angaben der Organisatoren unter anderem von örtlichen Gewerbetreibenden und Flüchtlingsinitiativen. 

Um 18 Uhr wird auf dem Oranienplatz die Musik ausgemacht. Dann sollen sich die Festteilnehmer der nicht angemeldeten sogenannten Revolutionären 1. Mai-Demonstration anschließen, die von hier aus mitten durch das Myfest und die umliegenden Kieze ziehen will.  

Im Gegensatz zu früheren Jahren haben die Veranstalter die 18-Uhr-Demo nicht bei der Polizei angemeldet, „um gegen die schleichende Erosion der Bürgerrechte zu protestieren“. 

Große Lastwagen mit Lautsprecherboxen wird es dieses Mal nicht geben.   „Die Route ist so gewählt, dass es nicht zu einer Massenpanik kommt“, sagte  Jonas Schiesser von der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin am Dienstag.

„Es geht nicht darum, das Myfest zu crashen.“ Das Fest auf dem Oranienplatz sei Teil des Myfestes. Weil die Demo unangemeldet ist, rechnen die Veranstalter mit weniger Teilnehmern.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema