Kommentar

Pro zur Anwohner-Entschädigung an der A100: Bitte keine Neiddebatte!

450 Haushalte erhalten eine Entschädigung für eine Woche Lärm. Statt sich über Verschwendung aufzuregen, sollte dafür gekämpft werden, dass dies zum Standard wird.

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Der Abriss der Ringbahnbrücke an der A100: Macht nicht nur Dreck, sondern auch viel Lärm.

Der Abriss der Ringbahnbrücke an der A100: Macht nicht nur Dreck, sondern auch viel Lärm.

© Benjamin Pritzkuleit/Berliner Zeitung

Wer den allerbesten Standort für ein Wohnhaus sucht, kann einer ganz einfachen Regel folgen, egal, ob auf dem Lande oder in einem Großstadtmoloch wie Berlin: Die Grundstücke in der ersten Reihe sind oft doppelt so teuer wie die in der zweiten. Allerdings gilt dies nur bei Wassergrundstücken, weil ein Haus am See nun mal für Ruhe, Entspannung und Luxus steht. Wenn das Haus allerdings in der ersten Reihe am Autobahnkreuz Funkturm steht, wird aus einer A+++Lage ganz schnell eine C---Lage wegen Hunderttausender vorbeirasender Fahrzeuge pro Tag.

Deshalb ist es auch nicht ganz fair, wenn nun eine Neiddebatte entbrennt. Wegen der Abrissarbeiten der Ringbahnbrücke an der A100 können 450 Haushalte nun eine Art Lärmentschädigung beantragen: 100 Euro pro Nase und Tag, für sieben Tage, macht insgesamt etwa 650.000 Euro.

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