I loved you in the morning / Your kisses deep and warm / Your hair upon the pillow / Like a sleepy golden storm … Die Zeilen rufen eine Melodie auf, die mich an mich selbst erinnert. Zum Song gehört das Gesicht eines Mannes, der älter ist als mein Vater und zugleich alterslos in seiner Melancholie – Leonard Cohen, das Idol meiner frühen Mädchenjahre.
Cohen ist Mitte 30 und ein gescheiterter Schriftsteller, als er im Jahr 67 mit akustischer Gitarre eine rebellische, experimentelle Musikszene betritt und den Wechsel von Lyrik zu Lyrics wagt. Er betritt die Welt und den Betrieb einer Joni Mitchell und einer Joan Baez, eines Bob Dylan und eines Arlo Guthrie wie einer, der sich in der Tür geirrt hat.
Musikerbiografie
100 Seiten über Leonard Cohen: Liebe, Poesie und ein Einsatz im Krieg
Die Schriftstellerin Judith Kuckart sagt: Der Autor Oliver Kobold scheint diesen Cohen zu verstehen, ohne ihn vor lauter Liebe gleich verspeisen zu wollen
Judith Kuckart
6 Min
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Leonard Cohen bei einem Auftritt in München im April 1972. In diesem Jahr erlebte die Autorin den Musiker zum ersten Mal.
© Sven Simon/mago